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Was macht eine Ballettkompagnie in Zeiten der Corona-Zwangspause? Die Tänzer*innen des Michailowski-Theaters in Sankt Petersburg tanzen einfach zu Hause und filmen sich dabei.

Ballett-Premiere "Don Quixote" in St. Petersburg (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Alexei Danichev)
So kannte man die Kompagnie bis dato: bei der Premiere von "Don Quixote" im Michailowski-Theater Alexei Danichev

Die Tänzer*innen der Ballettkompagnie des Michailowski-Theaters in Sankt Petersburg müssen sich derzeit in ihren eigenen vier Wänden fit halten. Die russischen Balletttänzer*innen tanzen dabei Pirouetten und den Pas de Deux mit Küchenutensilien, bei der Hausarbeit in ihrer häuslichen Isolation oder auf den leeren Straßen der zweitgrößten russischen Stadt. Ein Facebook-Video, das diese Proben dokumentiert, wurde bereits 630.000 mal aufgerufen. Das Staatliche Sankt Petersburger Opern- und Balletttheater ist seit dem 18. März aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.

"Wir müssen jetzt positiv bleiben, das ist die Botschaft", kommentierte der Ballettstar der Kompagnie Ivan Vasiliev das Video mit dem Titel "Wir vermissen unsere Zuschauer" gegenüber der BBC. "Das Leben mag jetzt hart sein, aber gute Laune und Sinn für Humor können die Welt retten."

DVD-Tipp Queen Victoria als Ballerina: Eine Tanzhommage in Filmversion

Queen Victoria herrschte von 1837 bis 1901 und prägte ein ganzes Zeitalter. Historische Aufnahmen zeigen sie meist als reife Matrone mit rundem Gesicht und üppigem Körper. Da mutet es fast unfreiwillig komisch an, dass sie jetzt von einer zarten Ballerina wiederbelebt wird. Choreografin Cathy Marston hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem britischen Northern Ballet eine Tanzhommage auf die Queen kreiert. Vor kurzem ist das Ballett in einer Filmversion auf DVD erschienen.  mehr...

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