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Während in Madrid die Weltklimakonferenz stattfindet, denken auch Klassikveranstalter über die CO2-Emissionen ihrer Festivals nach. Das Leipziger Bachfest will mit einem Waldvermehrungsprojekt punkten.

Das Leipziger Bachfest will seine CO2-Bilanz aufbessern. Ab dem kommenden Jahr solle dazu die Pflanzung eines neuen Mischwaldes am Rand eines ehemaligen Braunkohle-Tagebaus im Süden Leipzigs unterstützt werden, teilte das Bach-Archiv am Dienstag, 10. Dezember, in Leipzig mit. Daran sollen auch Besucher, Künstler und Partner des Festivals beteiligt sein. Der Mischwald soll später einmal den Namen Johann Sebastian Bachs tragen. Weitere Details zu dem Vorhaben will die Festivalleitung in der kommenden Woche präsentieren.

 Störmthaler See bei Leipzig (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Jan Woitas)
Der Störmthaler See im Leipziger Neuseenland. Der frühere Tagebau ist seit 2003 geflutet, an seinen Ufern sollen neue Waldgebiete enstehen - unter anderem der "Bach"-Mischwald. Jan Woitas

Das Bachfest sei auf Wachstumskurs und so international wie kaum ein anderes Festival, erklärten die Veranstalter. Zum diesjährigen Bachfest seien fast 40 Prozent der Gäste aus dem Ausland angereist, jeder zweite von ihnen mit dem Flugzeug. Im kommenden Jahr werde das Festival, zu dem 40 Bach-Chöre aus sechs Kontinenten eingeladen sind, aller Voraussicht nach noch internationaler. "So schön und hochemotional dieses Festival wird, die CO2-Bilanz ist problematisch", erklärten die Macher.

Die Bachfamilie fliegt nach Leipzig

Das Leipziger Bachfest zählt nach eigenen Angaben zu den renommiertesten Klassikfestivals weltweit. Die 95. Auflage des Festivals wird von 11. bis 21. Juni 2020 gefeiert. Unter dem Motto "We are family" werden zahlreiche Bach-Chöre, -Gesellschaften, -Festivals und -Vereinigungen aus aller Welt erwartet, etwa aus Malaysia, Neuseeland, Kanada, Südafrika und Paraguay.

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