STAND

In Deutschland wurden Auftritte von Opernstar Plácido Domingo nach seinem Eingeständnis seiner sexuellen Übergriffe überwiegend abgesagt. In Österreich wird er nun geehrt.

Placido Domingo beim Schlussapplaus nach der Aufführung von La Traviata in der Staatsoper Unter den Linden im Januar 2020 (Foto: Imago, Future Image)
Blumen für Plácido Domingo in der Staatsoper Unter den Linden im Januar 2020. Nach seinem Geständnis sexueller Übergriffe im Februar gab es für ihn keine weiteren Auftritte mehr in Berlin. Imago Future Image

Opernsänger Plácido Domingo (79) wird im Rahmen des Österreichischen Musiktheaterpreises 2020 für sein Lebenswerk geehrt. Er sei zweifellos einer der größten Künstler unserer Zeit und mit mehr als 4.050 Auftritten ein Kulturbotschafter, der seinesgleichen suche, so der Veranstalter am Sonntag, 26. Juli.

Domingo im Zentrum der #MeToo-Debatte

Domingo stand zuletzt im Zuge der #MeToo-Debatte vor allem aufgrund seiner selbst eingestandenen sexuellen Übergriffe gegen mehrere Frauen im Mittelpunkt. Weltweit wurden daher Auftritte abgesagt, in den USA musste er als Chef der Los Angeles Opera zurücktreten.

Ehrung am Flughafen

Die Verleihung des Preises an Domingo ist für den 6. August coronabedingt am Salzburger Flughafen geplant. Der österreichische Musiktheaterpreis wird seit 2013 in 20 Kategorien inklusive dem Lebenswerkpreis vergeben. Im Vorjahr erhielt René Kollo (82) den Preis für sein Lebenswerk.

MeToo-Debatte Plácido Domingo nach Geständnis an der Deutschen Oper unerwünscht

Nachdem Opernstar Plácido Domingo sich für seine sexuellen Übergriffe entschuldigt hat, gilt in Berlin nicht mehr die Unschuldsvermutung. Seine Auftritte wurden nun abgesagt.  mehr...

Metoo-Debatte Beifall und Protest für Plácido Domingos Auftritt an Berliner Staatsoper

Der Verein "Pro Quote Bühne" rief zu Protesten vor der Aufführung von "La Traviata" an der Staatsoper Berlin auf. Der Grund war das Mitwirken von Plácido Domingo.  mehr...

STAND
AUTOR/IN