Oper

Auftakt zum „Ring”: „Das Rheingold” an der Staatsoper Stuttgart

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Bereits zum siebten Mal bringt die Stuttgarter Oper Wagners „Ring des Nibelungen“ auf die Bühne. Und - wie vor 20 Jahren – wird jeder Teil von verschiedenen Regisseur*innen inszeniert. Den Auftakt macht Stephan Kimmig mit „Das Rheingold“.

Die unendliche Utopie: Richard Wagners will mit seinem „Ring des Nibelungen“, uraufgeführt 1876 in Bayreuth, nicht weniger als die Gesellschaft revolutionieren. Gescheitert als politischer Revolutionär, setzt er ganz auf Kraft der Kunst. Knapp 150 Jahre später ist die Menschheit aber leider nicht viel weiter. Das Streben nach Macht und Gewinn, der Kapitalismus und die Ausbeutung und Zerstörung der Natur sind auch 2021 die Themen der Stunde – die Klimakatastrophe ist da und keine Erlösung in Sicht.

„Das Rheingold” an der Staatsoper Stuttgart (Foto: Pressestelle, Matthias Baus)
Pressestelle Matthias Baus

Höchste Zeit für einen neuen Versuch: Die Stuttgarter Oper bringt Wagners Vierteiler bereits zum siebten Mal auf die Bühne. Regisseur Stephan Kimmig macht mit „Das Rheingold“ den Anfang. Kein leichtes Spiel, doch Kimmig, ganz Theatermann mit Herzblut, versucht den Wagnerschen Göttern, Helden und Unholden ganz heutige Menschen in all ihrer Widersprüchlichkeit abzutrotzen.

„Das Rheingold” an der Staatsoper Stuttgart (Foto: (c) Matthias Baus)
(c) Matthias Baus

Das Ganze spielt in einer Art Varieté, eine schäbige, scheinbar illusionslose Bühne – doch gerade hier scheint in nächtlicher Stunde alles möglich zu sein. In Zeiten von „Fridays for Future“ ist Wagners Ring relevant wie lange nicht. Und Stephan Kimmig lässt die Hoffnung nicht fahren, dass die Menschheit zwar nicht durch Argumente, aber vielleicht durch Emotionen zum Handeln bewegt werden kann. „Das Rheingold“ 2021 – ein Aufruf zur Revolution reloaded!

Oper Gelungener Auftakt mit „Rheingold“ – „Ring des Nibelungen“ an der Staatsoper Stuttgart

Die Staatsoper Stuttgart inszeniert bereits zum siebten Mal Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ in einer Neuproduktion. Jeder der vier Teile wird dabei von einer anderen Regiehandschrift geprägt, musikalisch aber werden alle von Generalmusikdirektor Cornelius Meister zusammengebunden. Den Auftakt mit „Das Rheingold“ machte jetzt der Regisseur Stephan Kimmig, dessen Regieperspektiven Opernkritiker Bernd Künzig schon jetzt für die drei folgenden Teile vermisst.  mehr...

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