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Arte Concert stellte am 9. Februar sein um neue Livestream-Formate erweitertes Angebot im Frühjahr 2021 vor. Damit reagiert das öffentlich-rechtliche Medium auf das durch die Corona-Pandemie und den Kultur-Lockdown erhöhte Bedürfnis nach Kulturerlebnissen.

Violinist und Moderator Daniel Hope (Foto: Pressestelle, Daniel Waldhecke)
Die Livestreams sind Zuschauer*innen weltweit auf ARTE Concert sowie dem YouTube und Facebook-Kanal von ARTE Concert zugänglich und anschließend im Replay verfügbar. Pressestelle Daniel Waldhecke

#WirBleibenOffen lautet das Motto der Stunde, unter dem ARTE Concert unter anderem die Formate Europe@Home und Open Stage Berlin ins Leben ruft. Bereits im vergangenen Jahr hatte das digitale Musikangebot dank vieler Konzerte ohne Publikum insgesamt 499 Livestreams im Programm und verzeichnete in seinem Gesamtangebot (inkl. Drittplattformen) knapp 75 Millionen Videoabrufe.

Europe@Home - Daniel Hope stellt 27 EU-Staaten musikalisch vor

Europa ist der Star in Daniel Hopes neuer Reihe Europe@Home. Über neun Wochen hinweg wird Hope jedes Wochenende Musiker*innen aus jeweils drei verschiedenen europäischen Ländern zu sich nach Hause holen und so die 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union musikalisch und kulturell vorstellen.

"Obwohl ich in Großbritannien aufgewachsen bin und Englisch meine Muttersprache ist, war ich schon immer überzeugter Europäer. Ich möchte die europäischen Ideale über die Musik zum Ausdruck bringen, gerade jetzt in einer Zeit, wo unsere Kultur immens gefährdet ist. ARTE ist die Stimme der Kultur in Europa - lasst uns diese Stimme erheben!"

Daniel Hope, Violinist und Preisträger des Europäischen Kulturpreises

Präsentiert werden bei Europe@Home Künstlerpersönlichkeiten aus dem Bereich klassische Musik, Jazz, Pop sowie Literatur und Schauspiel. Zu den bereits bestätigten Gästen zählen Michael Barenboim, Camille Thomas, Nils Landgren, Herta Müller, Stepanka Pulcakova, Andrei Ionita, Gediminias Gelgotas, Martina Filjak, Tanja Sonc, Jelena Kordic, Jonian Ilias Kardesha und Marie Hauzel.

Open Stage Berlin - Eine Konzert- und Performance-Reihe mit Thelma Buabeng live aus den Berliner Reinbeckhallen

Zwei Live-Bands, vielfältige Performances aller Genres und eine charismatische Moderatorin: das ist das neue Format Open Stage Berlin. In 60 bis 90 Minuten führt die Schauspielerin und Moderatorin Thelma Buabeng durch eine Mischung aus Musik verschiedener Genres und Performance-Künsten.

Die Bands sind immer eine erfrischende Mischung aus bekanntem Act und aufstrebenden Newcomern, die in der Sendung live performen. Zu den bereits bestätigten Acts zählen OK Kid, Joris, Mine, YouNotUs, Alvaro Soler, Graham Candy, Selig, Maxim und Catt.

Eine digitale Bühne für alle Kreativen

Mit Hilfe von Einspielern stellt Thelma Buabeng darüber hinaus Künstler*innen aus ganz Deutschland und Europa vor und bietet kleinen wie großen Kulturunternehmungen sowie unterschiedlichsten Kulturstätten eine Bühne: Von der Tanzcompagnie über Theatergruppen bis hin zu Poetry-Slammern - Kreative aller Art können sich bei Open Stage Berlin auf die digitale Bühne begeben und sich einem breiten Publikum präsentieren.

Livestreams aus den renommiertesten europäischen Opernhäusern

Auch Opernliebhaber*innen können sich bei ARTE Concert in den kommenden Wochen wie gewohnt auf hochwertige Übertragungen aus ganz Europa freuen. Bereits am 18. Februar um 19.30 Uhr überträgt ARTE Concert beispielsweise das Leidenschaftsdrama Aida live aus der Opéra national de Paris. Die Stimmbesetzung auf der Opernbühne könnte kaum hochkarätiger sein, mit Sondra Radvanovsky in der Titelrolle sowie unter anderem Jonas Kaufmann, Ksenia Dudnikova und Ludovic Tézier. Die Oper wird inszeniert von Lotte de Beer, die musikalische Leitung übernimmt Michele Mariotti.

Konzerte im Netz Geiger Daniel Hope verlängert tägliche Hauskonzerte bis 3. Mai

Seit 25. März ist Daniel Hope wie auch Geiger Renaud Capuçon oder Pianist Igor Levit täglich mit einen kleinen Konzert online auf Sendung. Und es geht nochmals weiter.  mehr...

Musik im Netz Millioneninteresse an Klassik-Videoangeboten im Netz

Ohne Livekonzerte weicht der Klassikfan derzeit auf Radio und Internet aus, um in den Genuss der Musik zu kommen. Vor allem Videoformate erfreuen sich großer Beliebtheit.  mehr...

Gespräch Aus der Krise gestärkt hervorgehen: Benedikt Stampa zur Absage der Osterfestspiele in Baden-Baden

Ein Signal sei jetzt erforderlich, dass es weitergehen werde in den Konzert- und Bühnensälen, so der Intendant des Baden-Badener Festspielhauses, Benedikt Stampa, in SWR2. Das Festspielhaus sei deshalb jetzt, wie geplant, in den Vorverkauf für die Saison 2020/21 gestartet. Es gebe genügend Grund zum Optimismus, dass die Konzerthäuser aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen würden.
Allerdings rechne man nicht damit, die wegen der Corona-Pandemie bereits abgesagten Osterfestspiele nachholen zu können. Schon aus Termingründen lasse sich das nicht einrichten. Weil für die Festspiele bereits etwa 10.000 Karten verkauft worden seien, habe das Festspielhaus um 14 Tage Bearbeitungszeit gebeten. Es handle sich um einen „großen administrativen Aufwand“, so Stampa.
Weil nun auch die für die Osterfestspiele eigentlich erwarteten Berliner Philharmoniker nicht nach Baden-Baden kämen, lasse sich auch ein Streaming-Angebot nicht einrichten. Ähnlich sehe es in den meisten anderen, großen Häusern aus. Eine kurze Renaissance der Solo-Abende, etwa wie bei den Twitter-Streams des Pianisten Igor Levit, sei für Veranstalter aber kein Grund, ihre ursprüngliche Programmplanung zu unterlaufen.  mehr...

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