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Albert-Mangelsdorff-Preis 2021 geht an Pianistin Aki Takase

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Die Berliner Pianistin Aki Takase wird von der Deutschen Jazzunion mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis 2021 ausgezeichnet: für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste für den Jazz in Deutschland. Die Preisverleihung mit Konzert der Preisträgerin findet am 5. November 2021 im Rahmen des Jazzfests Berlin statt.

Die Jazzpianistin Aki Takase: Frau mit schwarzen Haaren und hellblauem Klein beim Spielen am Flügel vor schwarzem Hintergrund (Foto: IMAGO, IMAGO / BRIGANI-ART)
Die Pianistin Aki Takase bei einem Konzert im Rahmen des Berliner Jazzfestes. IMAGO / BRIGANI-ART

"Kraftvolle expressive Spielweise "

In der Jurybegründung des Albert-Mangelsdorff-Preises heißt es u.a. zu Taki Akase: "Ihr beeindruckendes vielfältiges Oeuvre hat internationale Strahlkraft, ihre kraftvolle expressive Spielweise ist einzigartig und klar erkennbar – meist beim ersten Ton. Aki Takase ist kompromisslos und freigeistig ihren Weg gegangen und hat sich dabei immer wieder mit der Jazztradition auseinandergesetzt, ihre Wurzeln neu interpretiert."

Frau am Flügel, die vom Klavierhocker springt und die Hände nach hinten reißt; die Haare fallen wild ins Gesicht (Foto: Pressestelle, Ziga Koritnik)
Die Jazzpianistin Aki Takase: "kompromisslos und freigeistig" Pressestelle Ziga Koritnik

Als Frau an die Weltspitze

Gelobt wird außerdem ihr Ansatz den Jazz-Nachwuchs zu fördern und diese Unterstützung gleichzeitig mit ihrer Musik zu verknüpfen. Ihr pianistisches Können sei atemberaubend. Als Frau habe sie sich im Jazz an die Weltspitze gekämpft. Aki Takase gilt als eine der vielseitigsten Musikerinnen, die sich immer wieder unterschiedlichen Genres widmet.

YouTube-Video: Konzert von Aki Takasi mit der hr-Bigband

In der Berliner Szene verwurzelt

Aki Takase, geboren 1948 in Osaka/Japan, studierte Musik in Tokio und ist seit den 80er Jahren in der Berliner Szene verwurzelt. Ab 1978 gab sie Konzerte und machte Aufnahmen in den USA und in Japan mit Lester Bowie, Cecil McBee, Bob Moses, Joe Henderson, Joe Chambers, David Liebmann, John Zorn und anderen. 1981 gab sie ihr erstes europäisches Konzert beim Jazzfest Berlin.

Der Albert-Mangelsdorff-Preis

Zum 15. Mal vergibt die Deutsche Jazzunion im Jahr 2021 den Albert-Mangelsdorff-Preis an eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Jazzszene. Mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis werden seit 1994 Jazzmusiker*innen prämiert, die sich durch hervorragende und kontinuierliche musikalische Leistungen sowie ihre bedeutende Rolle bei der Entwicklung des Jazz in Deutschland hervorheben.

Ausgezeichnet wird im Schwerpunkt ein entsprechendes Lebenswerk. Es können jedoch auch Künstler*innen von besonders großem aktuellem Einfluss bedacht werden. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird seit 1993 im zweijährigen Turnus von der Deutschen Jazzunion verliehen und von der GEMA-Stiftung, der GVL und dem Deutschen Komponistenverband gestiftet.

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