Abschiedsgeschenk aus Österreich

Staatsgeschenk für Ex-Bundeskanzlerin Merkel: Dauereinladung zu den Salzburger Festspielen

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Das österreichische Bundeskanzleramt hat der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschied aus ihrem Amt eine Dauereinladung für die Salzburger Festspiele geschenkt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Mann Joachim Sauer vor dem Festspielhaus auf dem Grünen Hügel (2021). (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Daniel Karmann)
In ihrer Zeit als Bundeskanzlerin besuchte Angela Merkel nicht nur die Salzburger- sondern auch die Bayreuther Festspiele regelmäßig. In Berlin war sie immer wieder bei Opernvorstellungen und in Konzerten zu sehen. picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Die Kanzlerin habe ihre Karten immer selbst gezahlt

Die ehemalige Bundeskanzlerin besucht schon seit vielen Jahren die Salzburger Festspiele mit ihrem Ehemann Joachim Sauer. Bis jetzt habe sie die Karten aber immer selbst bezahlt, sagt die ehemalige Festspiel-Präsidentin, Helga Rabl-Stadler.

Angela Merkel hat sich nie bei uns einladen lassen. Ich hätte sie gerne einmal eingeladen, aber wie ich gehört habe, hat sie sich auch in Berlin nie einladen lassen. Kultur ist ein Teil ihres Lebens und dafür will sie selbst bezahlen.

Zumindest für die Salzburger Festspiele wird Angela Merkel ab jetzt nicht mehr selbst aufkommen müssen. Das österreichische Bundeskanzleramt werde sie jährlich einladen und sich um die Kartenbuchung für die von ihr ausgewählten Vorstellungen kümmern, hieß es in einer Erklärung.

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CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Die Laufbahn der Angela Merkel

Ministerin, Generalsekretärin, CDU-Vorsitzende – Kanzlerin. Angela Merkels Weg an die Spitze war keineswegs vorgezeichnet.  mehr...

Gespräch Klaus Stuttmanns Merkelbilderbuch - Eine Ära in Karikaturen

Karikaturen leben von der Reduktion einer Person auf ihre wesentlichen Merkmale. Als Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde, fielen Klaus Stuttmann vor allem ihre bunten und geknöpften Jacketts ins Auge. Die legendäre ,,Raute" wurde erst später Teil ihres gezeichneten Habitus. Der bekannte Karikaturist blickt in seinem "Merkelbilderbuch", das am 1. September erscheint, auf 30 Jahre Merkelkarikaturen zurück. Darin beschreibt er, wie man Die Kanzlerin innerhalb von zehn Schritten zeichnen kann. Wesentlich dabei sei neben der Robe, auch die ,,Beton-Frisur", berichtet er. Außerdem: Merkel zeige sich stets umringt von mächtigen Männern. Auch das sei bei seinen Karikaturen eine wesentliche Eigenschaft, wie Stuttmann erzählt. Auffallend: Ihr seriöses, eher ernstes Auftreten. ,,Diese Ernsthaftigkeit versuchte ich zu unterbrechen bei meinen Zeichnungen", sagt er. Immerhin lebe eine Karikatur von der Lächerlichkeit des Ernstes. Nach ihrem Abtreten als Kanzlerin werde sie ihm fehlen, sagt der Karikaturist. Als Objekt der Karikatur, aber auch als Mensch. ,,Sie ist angenehm, menschlich, zurückgenommener," so Stuttmann. ,,Anders als die Raudis." Über die werde er sich natürlich auch zeichnerisch lächerlich machen. "Aber mit Merkel habe ich einen Großteil meines Lebens verbracht."  mehr...

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Gespräch „Angela Merkel. Portraits 1991-2021“: Bildband von Herlinde Koelbl, die die Kanzlerin jahrelang fotografierte

30 Jahre lang porträtierte die Fotografin Herlinde Koelbl Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Projekt hat sie nach 2009 geheim gehalten: „Ich habe ihr versprochen, alles erst zu veröffentlichen, wenn sie nicht mehr amtierende Bundeskanzlerin ist“, erzählt die Fotografin im Interview mit SWR2. Über die Jahre könnte die Fotografin die politische und persönliche Entwicklung der Kanzlerin mitdokumentieren: „Wir hatten ein sehr vertrauensvolles und respektvolleres Verhältnis miteinander“, sagt Koelbl. Die Sammlung der Fotos erscheint nun als Buch: „Angela Merkel. Porträts 1991-2021“.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Merkel-Bilder mit Double von Andreas Mühe – Ende einer Ära

„Alles, was noch nicht gewesen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist“. Diesen etwas seltsamen Satz von Angela Merkel hat der Fotograf Andreas Mühe als Überschrift für seine Ausstellung in Dresden gewählt. Ab dem 10. Juli zeigt er dort Bilder eines Merkel-Doubles im altehrwürdigen Bonner Kanzler-Bungalow, beim Fensterputzen oder im Pool. Ihn interessiere vor allem die Zwischenwelt, die in diesem Satz anklinge, sagt Mühe. In einer Zwischenwelt, so der Fotograf, befänden wir uns auch jetzt gerade kurz vor dem Ende der Ära Merkel: Einerseits geprägt von 16 Jahren Kanzlerinnenschaft, andererseits ohne konkrete Pläne der Person Merkel nach der Bundestagswahl.
Mühe hat zwar bereits mehrfach auch die reale Merkel portraitiert, kann aber der Arbeit mit dem Double viel abgewinnen. Die Inszenierung von Gesten, Frisur oder Blazer zeige schließlich auch, wie der Glaubensgehalt von Fotografie und politischer Ikonografie funktioniere.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Dokumentarfilm „Merkel-Jahre“: Das Ende einer Ära

„Krise, das ist ihr Ding“, sagt der Baden-Württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Dokumentarfilm „Merkel-Jahre“. Darin zieht Filmemacher Rainald Becker eine Bilanz nach 16 Jahren Merkel. Beachtlich seien dabei vor allem ihre Beharrlichkeit und unglaubliche Detailkenntnis, sagt Becker im Gespräch mit SWR2. Damit unterscheide sie sich von ihren möglichen Nachfolgern. Anders als man es von Regierungschefs gewohnt sei, brauche Merkel mit eigener Sachkenntnis nur sehr wenige Berater. Gerade in den Krisen ihrer Amtszeit habe sich das ausgezahlt, meint Becker: „Da müssen andere erstmal hinfinden.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Festival Die Salzburger Festspiele 2021 – eine Bilanz

Diven wie Anna Netrebko, ein szenisches und aufregendes Opernprogramm, von Tosca über Don Giovanni bis hin zu Intolleranza, manch uninspirierte Inszenierungen oder starke Performancekunst, oder weg vom Machothum bis zu Metoo-Debatten und vielen Schauspielerinnen: Das alles gab es bei den 100. Salzburger Festspielen 2021. Sven Ricklefs mit einer Bilanz.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Bühne „Königin Lear“ am Hessischen Staatstheater Darmstadt: Interessantes Experiment

Aus Shakespeares „König Lear“ wird eine Firmenchefin von heute – aus den Königstöchtern Bürgersöhne, die sich den Konzern der Mutter aufteilen. Das Staatstheater Darmstadt setzte die Klassiker-Bearbeitung des Belgiers Tom Lanoye nun auf den Spielplan, weil Angela Merkel von der Bühne der Macht abtritt — wie auch die Elisabeth Lear im Stück. Doch auch wenn der Vergleich „Königin Lear“ mit der Kanzlerin hinkt, ist es ein interessantes Bühnenexperiment.  mehr...

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