Bach in Leipzig Ton Koopman ist neuer Präsident des Leipziger Bach-Archivs

Er genießt als Bachinterpret seit vielen Jahren weltweit höchste Anerkennung. Zwischen 1994 und 2005 hat er sämtliche Kantaten von J.S. Bach eingespielt. Wer könnte also besser des Bach-Archiv repräsentieren als Ton Koopman?

Ton Koopman (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Michael Reichel)
Präsident der Internationalen Dieterich-Buxtehude-Gesellschaft ist er schon. Nun kümmert er sich auch noch intensiv um die Familie Bach: Ton Koopman picture-alliance / Reportdienste - Michael Reichel

Ton Koopman ist neuer Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig. Der Stiftungsrat berief den 74-Jährigen Niederländer einstimmig für fünf Jahre in das Amt, wie der Vorsitzende des Rates, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), am Montag, 13. Mai, verkündete. "Wir können uns glücklich schätzen, den Bachmedaillenträger des Jahres 2006 heute als Präsidenten vorstellen zu dürfen", erklärte Jung. Koopman folgt auf John Eliot Gardiner (76), der die Funktion des Stiftungspräsidenten von 2014 bis 2018 ausübte und sich gegen eine Verlängerung entschieden hatte.

Koopman sagte, er sei sehr stolz, diese Chance zu bekommen. Das Amt des Präsidenten auszufüllen, sei eine große Ehre, aber auch eine große Verantwortung, betonte der Cembalist, Organist, Dirigent und Musikwissenschaftler. Koopman ist Gründer des renommierten Amsterdam Baroque Orchestra und des Amsterdam Baroque Choir und gastierte als Solist und Ensembleleiter an bedeutenden Konzerthäusern und bei zahlreichen Festivals. Für seine Verdienste wurde Ton Koopman mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt.

Bach-Archiv: Erbe bewahren und als Bildungsgut vermitteln

Das Bach-Archiv Leipzig versteht sich als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs. Sein Zweck ist, Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Komponisten und der weit verzweigten Musikerfamilie Bach zu erforschen, sein Erbe zu bewahren und als Bildungsgut zu vermitteln. Das Leipziger Bach-Archiv ist als Stiftung organisiert und wird von der Stadt Leipzig, dem Bund und dem Freistaat Sachsen getragen.

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