Salzburger Mozartwoche erstmals mit Rolando Villazón Singverbot wegen Bauch-OP

Talk, Konzerte, Filmvorführungen, Tanz, Marionettentheater. Die Salzburger Mozartwoche steht erstmals unter der künstlerischen Leitung von Rolando Villazón, der aber selbst derzeit nicht singen darf.

Rolando Villazon (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Neumayr/Leo)
Der Tenor, Regisseur, Schriftsteller und Intendant Rolando Villazon ist auch Mozart-Bewunderer, bewunderter Mozart-Interpret und Liebhaber der Briefe Mozarts. picture-alliance / Reportdienste - Neumayr/Leo

Am Donnerstag, 24. Januar, beginnt die Salzburger Mozartwoche. Dessen neuer künstlerische Leiter, Rolando Villazón, will das traditionsreiche Festival für die fünf kommenden Mozartwochen von 2019 bis 2023 zu seinen Wurzeln zurückführen. „Ich habe mich gleich zu Beginn entschieden (...), ausschließlich Mozarts Musik zu programmieren – Mozart pur“, sagte Villazón der Deutschen Presse-Agentur. Dieses Jahr wird er dabei allerdings noch nicht selbst als Sänger auftreten.

Sport- und Singverbot für Villazón

Im SWR2-Gespräch erklärte er den Grund dafür: "Ich hatte eine Bauch-Operation und die Nähte sind noch sehr frisch und deswegen kann ich keinen Sport machen. Und Singen ist auch eine athletische Aktivität. Daher muss ich als Sänger drei Monate pausieren."

Der 46-jähriger Mexikaner mit österreichischen Vorfahren – er arbeitet gerade an seinem dritten Roman – bekundete eine große Nähe zu Mozart und dessen Musik. "Interessanterweise war die erste Oper, die ich als junger Student am Konservatorium in Mexiko gesungen habe, von Mozart. Danach habe ich mich eher dem romantischen Repertoire zugewandt, was sicher auch daran lag, dass dieses Repertoire in Mexiko sehr beliebt ist."

Wer war Mozart?

Vor etwa neun Jahren sei Mozart dann "mit voller Macht" zurück in sein Leben gekehrt. "Ich war eingeladen, den Don Ottavio in Mozarts Oper 'Don Giovanni' zu singen und aufzunehmen. Zur Vorbereitung habe ich Mozarts Briefe gelesen und dabei einen wahren Freund fürs Leben gefunden." Diesen Freund sollen nun auch die Besucher mit neuen Formaten kennenlernen, welche die Frage beleuchten, welcher Mensch denn Mozart war.

Die Mozartwoche wurde 1956 von der Internationalen Stiftung Mozarteum zur Feier von Mozarts Geburtstag am 27. Januar ins Leben gerufen. Dieses Jahr dauert sie bis zum 3. Februar.

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