SWR2 Musikstunde Barockoper im Brennpunkt - Ein Kampf der Geschmäcker! (3)

Mit Sabine Weber

"Opern sind die großartigsten Werke der Musik!", schwärmt François Raguenet Anfang des 18. Jahrhunderts und hat dabei Lullys Tragédies en musique im Ohr. Italienische Opern dagegen seien nur "bemitleidenswerte Rhapsodien." Es tobt ein Kampf der Geschmäcker. Wobei unbestritten ist, dass es in Venedig die ersten öffentlichen Opernhäuser gibt, in Rom Kardinäle und Päpste Libretti verfassen und mit Rameau ein Landsmann Lullys zum eigentlichen Rivalen aufsteigt. In London entwickelt sich die Masque-Tradition, die Georg Friedrich Händel mit der italienischen Seria und Star-Kastraten ablöst. Georg Philipp Telemann predigt in Deutschland den vermischten Geschmack. Ein abwechslungsreiches Stil-Kaleidoskop belichtet barocke Opern-Ideen von Italien ausgehend in Paris, Wien, Hamburg und in London.

Musiktitel:

Antonio Cesti:
Ouvertüre zu Orontea
Instrumentalensemble
Leitung: René Jacobs
Antonio Cesti:
Sinfonia und Arie de la Gloria Austriaca
aus „Il pomo d’oro“
Francesca Aspromonte
Il pomo d‘oro
Leitung: Enrico Onofri
Heinrich Schmelzer:
Pferdeballett in C-Dur
Trompeten Consort Friedemann Immer
Salzburger Barockensemble
Leopold I:
“A quanto è vero”
Elizabeth Dobbin (Sopran)
Romina Lischka (Viola da gamba)
Le jardin secret
Antonio Caldara:
“Non temer vassallo indegno”
Philippe Jaroussky
Concerto Köln
Leitung: Emmanuelle Haïm
Antonio Caldara:
“Se mai senti spirarti sul volto”
Philippe Jaroussky
Concerto Köln
Leitung: Emmanuelle Haïm
Marc‘Antonio Ziani:
„Trombe d’Ausonia“ für Clarino und Basso continuo
Frederike Holzhausen
Susanne Ehrhard
Sabine Erdmann
Johann Joseph Fux:
„Pour le rossignol“
Freiburger Barockorchester
Leitung: Gottfried von der Goltz
Johann Joseph Fux:
„Lascio d‘esser ninfa, si morir“
Mieke van der Sluis (Sopran)
Orchestre baroque du Clemencic Consort

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