Neuer Förderpreis Gerard Mortier in Gent vergeben Premierenpreisträger Krystian Lada

Gerard Mortier war langjähriger Intendant der Salzburger Festspiele und Erneuerer des Musiktheaters. Sein Erbe soll nun mit Hilfe eines Förderpreises fortgeführt werden.

Krystian Lada (Foto: SWR, Culture Management Consultancy - Camille Cooken)
Seine berufliche Laufbahn begann er als Reporter beim polnischen Fernsehen, 2020 wird er mit einer Arbeit beim Kurt-Weill-Fest in Dessau zu sehen sein: Krystian Lada Culture Management Consultancy - Camille Cooken

Der erste "Mortier Next Generation"-Preisträger heißt Krystian Lada. Der Förderpreis für Neues Musiktheater wurde dem polnischen Regisseur, Dramaturg und Librettist am Samstagabend, 12. Januar, im belgischen Gent verliehen. Gent ist die Heimatstadt des 2014 verstorbenen Opernmachers Gerard Mortier, an den der mit 30.000 Euro dotierte Preis erinnern soll.

Der 1983 in Warschau geborene Lada hat bisher unter anderem für die Nationale Opera Amsterdam, La Monnaie/De Munt in Brüssel, die Nationaloper in Warschau und die Opera Days in Rotterdam gearbeitet. Er ist Mitgründer der interdisziplinären Künstlergruppe The Airport Society. Sein Interesse gilt vor allem der Erforschung und Erprobung neuer Formen von Musiktheater – an der Schnittstelle der Darstellenden Künste (Musik, Theater, Tanz, Film), im Spannungsfeld von Betrieb, Politik und Gesellschaft.

Preis für außergewöhnliche Talente

Der Belgier Mortier galt als großer Erneuerer des Musiktheaters. Er war 10 Jahre lang Intendant der Salzburger Festspiele, Gründungsintendant der Ruhrtriennale sowie Opernchef in Brüssel und Paris. Der “MORTIER Next Generation” Förderpreis wird alle zwei Jahre „an junge professionelle Künstlerinnen und Künstler vergeben, die außergewöhnliches Talent erkennen lassen, am Anfang ihrer Karriere stehen und ein eigenes Projekt entwickeln wollen“, wie die Initiatoren mitteilten.

Der Preis wurde von Serge Dorny (Opéra de Lyon), Albrecht Thiemann (Opernwelt / Berlin) und Heinz Weyringer (Ring Award / Graz) ins Leben gerufen, um an das Lebenswerk des belgischen Dramaturgen und Intendanten Gerard Mortier (1943-2014) zu erinnern.

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