Karriereende Pianist Radu Lupu geht in den Ruhestand

Im Juni sollte Radu Lupu den Kissinger Sommer mit seinem Auftritt eröffnen. Statt seiner saß aber der US-Amerikaner Richard Goode am Klavier. Lupu musste einmal mehr aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Pianist Radu Lupu (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Fred Toulet/Leemage)
Ein Bild der Vergangenheit: der auftretende Pianist Radu Lupu, 2009 mit dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin picture-alliance / Reportdienste - Fred Toulet/Leemage

Der rumänische Pianist Radu Lupu beendet seine Karriere. Laut der spanischen Zeitschrift Scherzo bestätigte sein Management den offiziellen Rückzug des 1945 geborenen Pianisten zum Ende der laufenden Saison. Lupu befand sich bereits seit einigen Jahren in einem schlechten Gesundheitszustand und musste häufig seine Konzerte absagen. Seinen letzten Auftritt hatte Lupu bereits am 21. Juni in Luzern zusammen mit dem Cellisten Steven Isserlis. Die Luzerner Zeitung schrieb: Lupu "hielt sich geheimnisvoll zurück".

Keine Interviews, keine aktuellen Aufnahmen

Lupu wurde im rumänischen Galați geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Mit Zwölf gab er sein öffentliches Debüt. Seit den 1960er-Jahren etablierte er sich nach dem Gewinn mehrerer internationaler Wettbewerbe als ganz großer Name unter den Pianisten. Seit Mitte der neunziger Jahre verzichtete er bereits auf neue Aufnahmen und Interviews. Auch seine öffentlichen Auftritte wurden immer seltener. Als legendärer Interpret wird er besonders mit den Werken von Beethoven, Brahms, Mozart und Schumann in Erinnerung bleiben.

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