Geldgeschenke Philadelphia Orchestra bekommt 55 Millionen Dollar geschenkt

Das Philadelphia Orchestra war in den vergangen Jahren häufig mit Existenzängsten und Liquiditätsproblemen beschäftigt. Eine Großspende aus dem Silicon Valley sorgt nun für neue Aufbruchstimmung.

Die Silicon Valley Community Foundation hat dem Philadelphia Orchestra insgesamt 55 Millionen US-Dollar gespendet. Die umgerechnet gut 49 Millionen Euro gehen zum Großteil an die Stiftung und Träger des Orchesters, der kleinere Teil von 4,4 Millionen Euro ist eine Schenkung für die Deckung der laufenden Betriebskosten. Die Schenkungen wurden von einem Fonds aus Kalifornien weitergeleitet, die eigentlichen Spender blieben aber anonym. Die Spende ist das größte Geschenk in der Geschichte des Philadelphia Orchestra, wie das Orchester am Donnerstag, 6. Juni, mitteilte.

„Dieser beispielhafte Akt der Großzügigkeit ist überwältigend. Die Wirkung dieses Geschenks wird noch Generationen spürbar sein. Ich weiß, dass dies auch als Inspiration und Einladung für andere dienen wird, um das Orchester für die Zukunft zu stärken. Die Spender haben meinen tiefsten Respekt und meine Bewunderung. Ich könnte nicht dankbarer sein.“ (Richard B. Worley, Präsident des Verwaltungsrates)

Orchester mit finanzieller Problemvergangenheit

Das 1900 gegründete Philadelphia Orchestra aus Pennsylvania gehört zu den sogenannten Big Five der US-Orchester. Geleitet wird es seit der Spielzeit 2012/2013 von dem kanadischen Dirigenten Yannick Nézet-Séguin. Vor ihm waren unter anderem Riccardo Muti (1981–1992), Christoph Eschenbach (2003 -2008) und Charles Dutoit (2008-2012-) Chefdirigent des Orchesters. Aufgrund struktureller Defizite war das Orchester vor einigen Jahren in finanzielle Probleme geraten und stand mehrmals kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Diese konnte nur durch Spenden abgewendet werden.

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