Opernsänger Ekkehard Wlaschiha verstorben Der Alberich vom Dienst

Kurwenal, Telramund, Biterolf, Klingsor und Alberich: für seine Wagner-Rollen war Bassbariton Ekkehard Wlaschiha bekannt und wurde dafür auch ausgezeichnet. Nun ist er in der Wagner-Festspielstadt Bayreuth gestorben.

Ekkehard Wlaschiha 1994 in der Rolle des "Alberich" bei den 85. Bayreuther Festspielen (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Stefan_Kiefer)
Die bekannteste Rolle des Ekkehard Wlaschiha: 1994 als "Alberich" bei den 85. Bayreuther Festspielen picture-alliance / Reportdienste - Stefan_Kiefer

Der Opernsänger Ekkehard Wlaschiha ist tot. Er starb bereits am vergangenen Mittwoch, 20. Februar, im Alter von 80 Jahren an seinem Wohnsitz in Bayreuth, wie die Bayreuther Festspiele mitteilten. Wlaschiha war vor allem bekannt für große Wagner-Partien und gehörte von 1986 bis 1998 zum festen Ensemble der Bayreuther Festspiele. Für die Partie des Alberich im "Ring des Nibelungen" wurde er 1990 und 1991 jeweils mit einem Grammy ausgezeichnet.

Der aus dem sächsischen Pirna stammende Bariton erhielt seine Gesangsausbildung in Weimar. 1982 wurde er an die Staatsoper Unter den Linden verpflichtet, wo er über viele Jahre vor allem in Wagner-Partien erfolgreich war. Von 1970 bis 1983 war er festes Mitglied des Opernhauses Leipzig, 1974 wurde er zum Kammersänger ernannt.
In den 1980er Jahren führten ihn zahlreiche Gastspiele u. a. in die Sowjetunion, aber auch nach München, Wien, Paris, an das Royal Opera House London, die Metropolitan Opera New York, nach Japan und schließlich zu den Bayreuther Festspielen, wo er als "Alberich vom Dienst" galt. Seinen Bühnenabschied nahm er 2003 an der Dresdner Staatsoper mit einer Fidelio-Aufführung - mit der Rolle des Pizarro.

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