Opernhaus Zürich mit Rekordauslastung Oper für viele

Auch im Kulturbetrieb gilt als erfolgreich, wer Wachstum und gute Zahlen vorweisen kann. Das Opernhaus Zürich ist für die vergangene Spielzeit bei Besucherzahlen und Eigenfinanzierung auf Erfolgskurs.

Oper für alle in Zürich (Foto: SWR, Opernhaus Zürich - Claudia Herzog)
Die Live-Übertragung von Franz Lehárs "Das Land des Lächelns" lockte im Juni 14.000 Opern-Interessierte auf den Zürcher Sechseläutenplatz. Opernhaus Zürich - Claudia Herzog

Das Opernhaus Zürich hat die vergangene Spielzeit mit einer Rekordauslastung abgeschlossen. Insgesamt 245.517 Besucher zählte die Oper Zürich in der Saison 2017/18 bei ihren 327 Vorstellungen, wie das Opernhaus am Montag, 17. Dezember, mitteilte und damit gut 5000 mehr als im Vorjahr. Weitere 26.500 Besucher lockte das Opernhaus mit seinem Eröffnungsfest zu seinen "Oper für alle"-Übertragungen in Zürich und Lugano.
Die Gesamtauslastung des Opernhauses bei Veranstaltungen auf der Hauptbühne steigerte sich damit auf 90 Prozent. Primus bei der Auslastung ist das Ballett. Es erreichte einen Spitzenwert bei der Auslastung von 98 Prozent, in der Sparte Oper lag sie bei 88 Prozent.

Zuschussquote von 62,6 Prozent

Der Eigenfinanzierungsgrad (= eigene Einnahmen in Prozent des Gesamtaufwandes) wird bei Opern- und Theaterhäusern oft als Indiz für Wirtschaftlichkeit angesehen. Je höher der Grad desto geringer ist der Zuschussbedarf der öffentlichen Hand. Das Zürcher Haus erreichte hier mit 37,4 Prozent einen Grad, mit dem das Opernhaus Zürich nach eigenen Angaben international einen Spitzenplatz einnimmt. Damit liegt das Opernhaus zwar weit vor deutschen Opernhäusern, die im Durchschnitt bei unter 20 Prozent liegen, aber auch weit hinter der Wiener Staatsoper, die in der Saison 2016/2017 einen Eigenfinanzierungsgrad von 47,5 Prozent erreichte.

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