Neuklassiker Heino geht 2020 mit Schubert, Brahms und Mozart auf Tour

Deutschlands Schlagerbariton will ernste Musik interpretieren. Ob die Klassikwelt darauf gewartet hat, dass Heino mit Carambo und Caracho nun Schuberts Heideröslein interpretiert?

Schlagersänger Heino (80) plant im neuen Jahr eine Klassiktournee mit Orchester. "Im Grunde genommen gehe ich wieder zu den Wurzeln zurück, wo ich angefangen habe", sagte der Musiker ("Schwarzbraun ist die Haselnuss") am Montag in Berlin bei der Vorstellung seiner Tour. "Und ich bin sehr glücklich, dass ich in meinem Alter noch sowas machen darf."

Heino mit Violinist Yury Revich (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Jens Kalaene)
Geigenspieler Yury Revich (r.) soll auf der Bühne mit Heino und einer Stradivari-Violine aus dem 18. Jahrhundert auftreten. Jens Kalaene

"Ich wollte mal wieder bisschen Klassik singen, bisschen schön singen."

Heino zu seiner Motivation

Geplant sind 20 Konzerte. Der Auftakt von "Heino Goes Klassik" soll am 6. Dezember 2020 in Dresden sein. Mit dabei sind der russisch-österreichische Violinist Yury Revich (28), ein Orchester, ein Chor und eine Ballerina. Am genauen Programm wird noch gearbeitet. Heino schweben aber Lieder von Franz Schubert, Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Peter Tschaikowsky vor.

Nach Hip-Hop kommt die Klassik dran

Heino steht seit rund 60 Jahren im Rampenlicht. Neben Liedern wie "Blau blüht der Enzian" hat Heino zuletzt auch Hip-Hop- und Rocksongs gecovert. Er hatte auch schon seinen Abschied von der Bühne angekündigt, will aber weitermachen. "Solange mich das Publikum mag und solange der liebe Gott mir meine Stimme so lässt, wie sie noch ist, werde ich weitersingen."

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