Musikwirtschaft Musikkonzern kauft Hamburger Sikorski-Verlagsgruppe

Nicht nur bei Autokonzernen scheinen Fusionen und Übernahmen finanziell lohnend zu sein. Auch in der Musikverlagsbranche kommt es nun zu einer Megafusion.

Dagmar Sikorski-Großmann bei einer Schiffstaufe (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Carmen Jaspersen)
Bisher eine feste Größe in der Musikverlagsbranche: Dagmar Sikorski-Großmann (63), Geschäftsführerin der Sikorski Verlagsgruppe und langjährige Präsidentin des Deutschen Musikverlegerverbandes (2002-2014) picture-alliance / Reportdienste - Carmen Jaspersen

Zwei der weltweit führenden Verlage für klassische Musik, die Hamburger Sikorski-Gruppe und der Verlag Boosey & Hawkes, werden unter einem Dach zusammengeschlossen. Mit der Übernahme der noch in Familienbesitz befindlichen Sikorski-Gruppe durch die Concord Music Publishing entstehe ein breitgefächerter Katalog vor allem mit Werken der russischen Musik, teilte Concord am Donnerstag, 13. Juni, in Berlin mit.

„Wir hätten kein besseres Zuhause für das klassische Erbe unserer Familie finden können. Unsere jahrzehntelangen, intensiven Beziehungen zu unseren Komponisten sind etwas, auf das wir sehr achten und wir sind zuversichtlich, dass diese Komponisten von den Teams Concord und Boosey gut betreut werden.“ (Dagmar Sikorski-Großmann, geschäftsführende Gesellschafterin von Sikorski und Mehrheitsaktionärin)

Die Erben der sowjetischen Musikrechte

Sikorski besitzt die Rechte unter anderem an Komponisten wie Dmtri Schostakowitsch, Sergei Prokofiew, Alfred Schnittke und Sofia Gubaidulina, Giya Kancheli und Lera Auerbach. Boosey & Hawkes mit Hauptsitz in London gilt als Marktführer für zeitgenössische Klassik. Die Dachgesellschaft Concord Music Publishing verfügt über die Urheberrechte an mehr als 390 000 Werken - von Frank Sinatra bis Igor Strawinsky.

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