Grammy Awards 2019 vergeben Made in Germany nicht ausgezeichnet

Was für die US-Filmindustrie der Oscar, ist für den Tonträgermarkt der Grammy – die höchste Auszeichnung überhaupt. Im Bereich der klassischen Musik wurde die Auszeichnung in zehn Kategorien vergeben. Alle nominierten deutschen Produktionen gingen leer aus.

Tim Handley, JoAnn Falletta (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Chris Pizzello)
Setzte sich unter anderem gegen die nominierten King's Singers durch: Dirigentin JoAnn Falletta (mit ihrem Produzent Tim Handley) präsentiert den Preis für das beste klassische Album, den sie für eine Aufnahme eines Klavierkonzertes von Kenneth Fuchs picture-alliance / Reportdienste - Chris Pizzello

Bei der 61. Grammy-Verleihung am Sonntag, 10. Februar, in Los Angeles wurden musikalische Bestleistungen in insgesamt 84 Kategorien gekürt. Eine Aufnahme des Leipziger Gewandhauskapellmeisters Andris Nelsons wurde gleich doppelt prämiert: Seine Einspielung mit Schostakowitsch-Sinfonien durch das Boston Symphony Orchestra überzeugte die Mitglieder der „National Academy of Recording Arts and Science“ sowohl in der Kategorie „Beste Produktion“ als auch in der Kategorie „Beste Orchestereinspielung“.

Der Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt Sebastian Weigle war in der Kategorie „Beste Opernaufnahme“ für den Rosenkavalier mit dem Metropolitan Opera Orchestra nominiert. Ausgezeichnet wurde die Oper „The (R)evolution of Steve Jobs“ von Mason Bates (Musik), 2017 an der Santa Fe Opera uraufgeführt. Ebenfalls nominiert war der Dirigent Mariss Jansons sowie der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für die beste Chor-Darbietung, ausgezeichnet wurde stattdessen der US-Dirigent Donald Nally mit dem amerikanische Chor-Ensemble The Crossing und sechs weiteren Musikern für eine Aufnahme des Oratoriums „Zealot Canticles“ des Komponisten Lansing McLoskey.

Auch Rattle geht leer aus

In der Kategorie „Bestes klassisches Intrumentalsolo“ siegte der kanadische Geiger James Ehnes mit dem Seattle Symphony unter Leitung von Ludovic Morlot mit dem Violin Concerto des US-amerikanischen Komponisten Aaron Jay Kernis. Nominiert waren hier auch die Berliner Philharmoniker mit Simon Rattle für Bartóks zweites Klavierkonzert mit Yuja Wang. Rattle stand außerdem auch in der Kategorie „Bestes Album" für die „John Adams Edition“ mit den Berlinern auf der Short-List.

Beste Opernaufnahme: Mason Bates' „The (R)evolution of Steve Jobs“

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