Buchneuerscheinung Kompendium „Musikleben in Deutschland“ dokumentiert deutsche Musikkultur

Musik ist wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Das zeigt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) mit der neuen Publikation „Musikleben in Deutschland“.

Orpheus in der Unterwelt am Nationaltheater Mannheim (Foto: SWR, Nationaltheater Mannheim - Hans Jörg Michel)
Mit 400.000 jährlichen Besuchen hat sich die Nachfrage nach dem Genre Operetten halbiert. Heute, 4. April, am Nationaltheater Mannheim aber fast ausverkauft: Orpheus in der Unterwelt Nationaltheater Mannheim - Hans Jörg Michel

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums hat das MIZ das neue Kompendium „Musikleben in Deutschland“ herausgegeben. Auf 620 Seiten bündelt das Werk Zahlen und Fakten zur Musikkultur Deutschlands, wie das MIZ gestern, 3. April, mitteilte. In 22 Beiträgen beschreiben AutorInnen aus Wissenschaft, Kulturpolitik und Musikpraxis die gegenwärtigen Strukturen und Entwicklungen des Musiklebens. Das Werk will damit eine umfassende Bestandsaufnahme des Musiklands Deutschland liefern.

Das Buch präsentiert eine Vielzahl an gesammelten Fakten. Private Haushalte haben den Angaben zufolge 2016 rund 6,7 Milliarden Euro für Musik ausgegeben, davon rund 4,3 Milliarden Euro für Konzerttickets und Musikträger sowie 2,4 Milliarden für Noten, Musikinstrumente und Musikunterricht. Insgesamt musizierten schätzungsweise 14 Millionen Menschen in ihrer Freizeit, darunter 2,9 Millionen in Chören und Ensembles und knapp 30 Prozent der unter 17-Jährigen musizierten demnach 2015 regelmäßig.

Tendenzen bei Besucherzahlen

Entwicklungen werden ebenfalls sichtbar - etwa durch die rückläufige Zahl der Stellen für Konzert- und Orchester-Organisationen oder der abnehmenden Zahl der Opern-, Musical- und Operettenbesucher. Aber immer noch zehn Prozent der Bevölkerung gaben 2016 an, eine oder mehrere Opernvorstellungen besucht zu haben, knapp ein Fünftel hat ein klassisches Konzert besucht.
Das „Musikleben in Deutschland“ bietet also reichlich Lesestoff und detailliertes Zahlenwerk. Erhältlich ist die Publikation für nur zehn Euro beim MIZ - dank der finanziellen Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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