Klarinettist Widmann erhält Mainzer Robert-Schumann-Preis Auszeichnung für sprechende Musik

Seine Kompositionen heißen „Fleurs du mal“ oder „Wandrers Nachtlied“ und tragen die Dichtung bereits im Titel. Für diese Dichtung und Musik erhält Jörg Widmann am 9. November den Robert-Schumann-Preis.

Jörg Widmann (Foto: Marco Borggreve -)
Dichung oder Musik? Jörg Widmann an der Arbeit Marco Borggreve -

Der Klarinettist, Dirigent und Komponist Jörg Widmann wird für seine Kompositionen mit dem Robert-Schumann-Preis für Dichtung und Musik ausgezeichnet. Den Künstler zeichne aus, dass er „mit unbezähmbarer Neugier nach Musikorten sucht, die vor ihm noch keiner betreten hat“, begründete die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur am Freitag, 21. September, ihre Wahl. Die mit 15.000 Euro Preisgeld dotierte Auszeichnung wird Widmann am 8. November in der Akademie verliehen.

Der 45-jährige Widmann ist seit 2017 Professor für Komposition an der Berliner Barenboim-Said Akademie und Chefdirigent des Irish Chamber Orchestra. Zuvor lehrte der vielfach ausgezeichnete Musiker an der Musikhochschule Freiburg Klarinette und Komposition. Widmann jüngstes Konzeptalbum „Es war einmal … Once upon a time ...“ ist eine Hommage an den Komponisten Robert Schumann.

Widmann folgt Rihm und Reimann

Der Preis wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten für ein herausragendes Werk auf dem Gebiet der Musik, der Dichtung sowie der Musikvermittlung vergeben. Das Preisgeld kommt von der in Mainz ansässigen Strecker-Stiftung. In den vergangenen Jahren ging der Preis an den französischen Dirigenten Pierre Boulez sowie an die Komponisten Wolfgang Rihm und Aribert Reimann. Bereits seit 1964 wird ein weiterer nach Robert Schumann benannter Musikpreis von dessen Heimatstadt Zwickau vergeben.

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