Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik Glamouröse Arien und feinsinnige Musik

Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ e.V. ist ein unabhängiger Zusammenschluss von deutschsprachigen Kritikern. Die Jahrespreise gelten als eines der hochkarätigsten Gütesiegel in der Musikwelt.

CD-Cover: Perpetual Night - 17th Century Aires and Songs (Foto: SWR, harmonia mundi -)
Eine der Gewinnerproduktionen, laut Jury „mit schattigem Schönklang“ und „betörend feinsinnig“ harmonia mundi -

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (PdSK) gab am Freitag, 5. Oktober, die Jahrespreise 2018 bekannt. 127 Titel waren von der Gesamtjury vorgeschlagen worden, 108 davon schafften es auf die Longlist, 10 wählte der Jahresausschuss für einen Preis aus. Ein Preis ging an den Geiger Christian Tetzlaff für seine Neueinspielung der Solopartiten von Johann Sebastian Bach, dessen legendäre Tanzsätze Tetzlaff „mit einer Genauigkeit und Vielfalt "sprechender" Artikulation“ einspielte, die beispielhaft seien und den Hörer mitreiße, wie die Jury die Entscheidung begründete.

Das ausgezeichnete Spektrum der Stile und Genres reicht von schottischem Folkrock bis zu glamourösen Opernarien, von Bachs Solopartiten über Tschaikowskys „Pique Dame“ bis zu Liebesklagen von Purcell und Lawes, über melancholische Folkballaden aus Albanien bis zu den kessen Trauermärschen der Banda Franui. Auch das Ensemble Correspondances erhielt für „Perpetual Nights“ einen der renommierten Preise - ebenso wie georgische Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili für ihr Debut-Recital mit Arien von Gounod.

Preisverleihung bei Konzerten

Die Jahrespreise der deutschen Schallplattenkritik für verschiedenen Musikrichtungen der besten Produktionen des zurückliegenden Jahres werden von einem juryübergreifenden Gremium ausgewählt, zu dem 2018 unter anderem Max Nyffeler, Kai Luehrs-Kaiser, Eleonore Büning und Wolfgang Schreiber gehörten. Die zehn Jahrespreise werden im Rahmen öffentlicher Konzertauftritte an die Preisträger verliehen.

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