Filmmusik Ehrenpreis für Komponist Enjott Schneider

Vom Kirchenmusiker in Hinterzarten und Keyboarder in einer Popgruppe wurde Enjott Schneider schließlich zum Filmmusikkomponisten und Präsidenten des Deutschen Komponistenverbandes. Nun folgt die Würdigung.

Der Ehrenpreis des Deutschen Filmmusikpreises geht in diesem Jahr an Enjott Schneider. Der 69-Jährige wurde von den Organisatoren der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in Halle sowohl für seine Verdienste im Spiel- und Dokumentarfilm als auch für seine Arbeit in Forschung, Lehre, Gremien- und Verbandsarbeit gelobt. Der zum sechsten Mal vergebene Preis wird am 8. November traditionell im Rahmen des Festivals verliehen.

Enjott Schneider (Foto: Imago, gezett)
"Berlin Punk" für Saxophon Quartett und Orchester nennt sich ein Werk von Enjott Schneider, hier in den Berliner Räumen der GEMA Imago gezett

Der in Weil am Rhein als Norbert Jürgen Schneider geborene Komponist ist der Schöpfer von mehr als 600 Filmmusiken. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen seine Arbeiten für "Schlafes Bruder", "23", "Herbstmilch" und "Stalingrad". Für die Musik zu "Rama Dama" wurde er mit dem Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet. Das Bundesfilmband in Gold und der Deutsche Fernsehpreis folgten.

"Enjott träumt von einem universalen Erfassen von Welt und Menschen: Musik ist die Sprache des Universums und der Freiheit!"
(zitiert nach: www.enjott.com/about/)

Zu Schneiders Oeuvre gehören auch zahlreiche Bühnen-, Konzert- und Geistliche Musiken, darunter auch 7 abendfüllende Opern, 10 Oratorien und 16 Orgelsinfonien. Seine Publikationen wie „Handbuch Filmmusik I./II.“ und „Komponieren für Film und Fernsehen“ sind zu Standardwerken geworden. Als Präsident des Deutschen Komponistenverbandes, Aufsichtsratsmitglied und -vorsitzender der GEMA hat er sich nach Ansicht der Preisstifter mit Herzblut als "Kämpfer für die Rechte der KomponistInnen" eingesetzt.

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