Rigoletto-Bühnenbild für Bregenzer Festspiele in Arbeit Es wird ein Clown

Das Bühnenbild der Bühne im Bodensee ist das Markenzeichen der jährlichen Sommerfestspiele in Bregenz. Die ersten Teile entstehen derzeit in einer Stahlbauhalle im Vorarlberger Dörfchen Hard.

Unfertiges Bühnenbild Rigoletto Bregenzer Festspiele (Foto: SWR, Bregenzer Festspiele - Mathis Fotografie)
Ein Teil eines Teils des Bühnenbildes für die Oper Rigoletto: Zu sehen ist ein entstehendes Gesicht, das an einen Clown erinnern kann... Bregenzer Festspiele - Mathis Fotografie

Ende Januar ist Transporttermin. Dann werden die großen Teile des Rigoletto-Bühnenbildes der Bregenzer Festspiele zur Bühne im See gebracht. Seit letzten Oktober wird dafür ein 35-Tonnen-Kopf geformt, die dazugehörigen Hände werden beinahe zwölf Meter in die Höhe Höhe ragen. Das Bühnenbild auf dem See wird dann wieder für zwei Festspielzeiten der Eyecatcher der Festspiele sein. An der Herstellung des Kopfes mit dem Gesicht eines Clowns aus Fassadenputz, Styropor, Stahl und Holz seien zwölf Firmen beteiligt, wie eine Sprecherin bei der Präsentation der Bühnenbildteile am Freitag, 18. Januar, mitteilte. Die gesamte Clownkopf-Konstruktion wird 140 Tonnen wiegen.

Rigoletto erstmals auf der Seebühne
Mit der Oper "Rigoletto" von Giuseppe Verdi werden die Festspiele am Ufer des Bodensees am 17. Juli eröffnet. Die Verdi-Oper mit ihrer bekannten Arie "La donna è mobile“ steht in den Sommern 2019 und 2020 erstmals auf dem Spielplan der Bregenzer Festspiele. Nach Veranstalterangaben sind für die geplanten 26 Aufführungen der Saison 2019 rund die Hälfte der insgesamt 185.000 verfügbaren Tickets bereits verkauft. Zum Programm der knapp vierwöchigen Festspiele gehört auch die Oper "Der Reigen" von Bernhard Lang, die 2012 bei den Schwetzinger SWR Festspielen uraufgeführt wurde.

Die Rigoletto-Inszenierung verantwortet der 1967 in München geborene Philipp Stölzl, der auch das Bühnenbild gestaltet. Er machte sich als Regisseur von Musikvideos unter anderem für die Sängerin Madonna einen Namen, bevor er mit Spielfilmen wie "Nordwand" und "Der Medicus" für Aufsehen sorgte. Als Opernregisseur inszenierte der gelernte Bühnenbildner unter anderem bei den Salzburger Festspielen, am Theater an der Wien sowie in Berlin an der Deutschen Oper und an der Staatsoper.

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