Staatsorchester Mainz bleibt eigenständig Ende der paritätischen Finanzierung

Kostensteigerungen können bei Theaterhäusern nicht durch erhöhte Produktivität kompensiert werden. Also steigen auch die Zuschüsse von Land und Stadt für das Mainzer Staatstheater. Aber nicht mehr zu gleichen Teilen.

Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz haben die Finanzierung des Staatstheaters Mainz neu vereinbart. Land und Stadt werden die notwendigen höheren Zuschüsse für die Spielzeit 2018/2019 gemeinsam tragen. Damit soll dem Staatstheater auch zukünftig eine kontinuierliche Entwicklungsperspektive und Planungssicherheit ermöglicht werden. Der erhöhte Zuschuss von rund 1,6 Mio. Euro basiert auf jährlichen Tarifsteigerungen und der künstlerischen Entwicklung.

In der gerade begonnenen Spielzeit 2018/2019 wird das Land - abweichend von der bisher vereinbarten paritätischen Finanzierung - bei der Finanzierung der Zusatzkosten mehr als die Stadt übernehmen. Das Land wird 62,5 % der Zusatzkosten tragen. Die Stadt hat zugesagt, ab der Spielzeit 2019/2020 ihre Zuwendungen ans Theater um jeweils bis zu 2,3 Prozent pro Spielzeit zu erhöhen. Den darüber hinausgehenden Bedarf trägt das Land. Die Gesellschaftsanteile werden folgerichtig zum 1. Januar 2019 so geändert, dass zukünftig das Land 53 Prozent und die Stadt 47 Prozent tragen.

Orchester wird nicht ins Staatstheater integriert

In diesem Kontext entschied das Land, das Philharmonische Staatsorchester Mainz auch weiterhin als eigenständigen Landesbetrieb zu führen. Das Land Rheinland-Pfalz als Träger des Orchesters nimmt damit Abstand von früheren Überlegungen, den Klangkörper in die Staatstheater Mainz GmbH zu integrieren. Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro ist sich sicher, dass „auch bei Beibehaltung der jetzigen Strukturen“ alle angestrebten Ziele „erreicht werden können.“

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