Ehrenpreise 2019 der deutschen Schallplattenkritik Niquet, Mair-Holmes und Voormann geehrt

Der Verein „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ (PdSK) kürt regelmäßig herausragende musikalische Veröffentlichungen. Herausragende Persönlichkeiten der Musikbranche wurden jetzt wieder mit Ehrenpreisen bedacht.

Klaus Voormann 218 (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Daniel Bockwoldt)
Klaus Voormann, Ehrenpreisträger, Künstler, Grafiker, Musiker und auch ein „fünfter Beatle“ picture-alliance / Reportdienste - Daniel Bockwoldt

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. hat gestern, 7. Februar, die Ehrenpreisträger 2019 bekannt gegeben. Damit werden „herausragende Persönlichkeiten, die sich als Interpreten, Künstler oder Produzenten um die Musikaufzeichnung auf Ton- und Bildtonträgern besonders verdient gemacht haben“, ausgezeichnet. Ehrenpreise erhalten der Hervé Niquet, die Produzentin und Trikont-Labelchefin Eva Mair-Holmes und der Grafiker und Bassist Klaus Voormann.

Dirigent Hervé Niquet (62) bewirkt laut dem verleihenden Jahresausschuss der PdSK „allemal Außerordentliches, wenn es um die Wiederentdeckung verlorener Schätze geht“. Die musikalische Bandbreite des französischen Barock-Spezialisten sei so stupend wie das internationale Echo für seine preisgekrönten Aufnahmen verschollener Werke. Insbesondere als langjähriger Leiter seines Ensembles „Le Concert Spirituel“ eröffnete er seit Jahren ganz neue europäische Resonanzräume für die große französischen Musiktradition.

Im Team mit ihrem Lebensgefährten Achim Bergmann - und nach dessen Tod 2018 allein - hat die Trikont-Chefin Eva Mair-Holmes (67) das Indie-Label zu einem „Leuchtturm der deutschen Musikkultur“ entwickelt. Weiter heißt es in der Laudatio der PdSk-Juroren: „Mit Überzeugung, Unerschrockenheit und Erfahrung garantiert Eva Mair-Holmes den Erhalt eines einflussreichen Sortiments, zwischen bayerischer Alm und karibischen Stränden, historischem Goldgräbertum und zeitgemäßer Innovation.“

Der Dritte der Ehrenpreisträger, Klaus Voormann (80), gilt den Juroren als „große Ausnahmepersönlichkeit in der Welt der Popmusik“, der sein erstes Soloalbum erst mit 71 Jahren herausbrachte. Voormann, der zunächst Plattencover für Bands wie die Beatles und die Bee Gees entworfen hatte, machte eine zweite Karriere als Gastmusiker in diversen Projekten und produzierte nebenher Platten, unter anderem für Marius Müller-Westernhagen. In der Laudatio heißt es: „Wie kaum ein anderer verkörpert Voormann den verlässlichen Kumpel, der sich nicht in den Vordergrund drängt und doch – dank seiner Kunst – unverzichtbar ist.“

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