Riccardo Chailly verlängert als Chefdirigent in Luzern Chailly bleibt Lucerne Festival treu

Der italienische Dirigent Riccado Chailly dirigiert seit 1988 jährlich im schweizerischen Luzern beim dortigen Festival. Früher leitete er das Amsterdamer Concertgebouw- oder das Leipziger Gewandhausorchester, jetzt vor allem das eigene Festival-Orchester.

Riccardo Chailly Mailand Scala (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Antonio Calanni)
An der Mailänder Scala umjubelt: Riccardo Chailly, hier bei der traditionellen Saisoneröffnung des Hauses am 7. Dezember 2018 picture-alliance / Reportdienste - Antonio Calanni

Das Lucerne Festival Orchestra und Riccardo Chailly werden bis 2023 weiter zusammenarbeiten. Der seit 2016 laufende Vertrag des Mailänder Maestro mit dem Lucerne Festival wurde nach Angaben des Festivals mit Freude verlängert. Der 65-Jährige Musikdirektor der Mailänder Scala wurde in Luzern Nachfolger des 2014 verstorbenen Claudio Abbado. Dieser war 2003 einer der Gründer und dann Chefdirigent des Orchesters, das jeden Sommer renommierte Orchestermusiker der ganzen Welt für zwei Wochen in Luzern zu einem Orchester zusammenbringt.

Chailly und das Lucerne Festival Orchestra werden das Luzerner Sommer-Festival 2019 mit einem reinen Rachmaninow-Abend eröffnen. Zwei weitere Konzerte mit Chailly werden folgen, beim zweiten steht Gustav Mahlers Sechste Sinfonie im Mittelpunkt. Dieses Werk stand ebenfalls auf dem Programm des letzten Konzertes von Claudio Abbado in der Mailänder Scala, als sich die beiden Dirigenten auch zum letzten Mal begegneten. Für Chailly ist das Anlass, sich mit dem damaligen Orchestermaterial von Abbado zu befassen, um sich vorzubereiten, wie er dem Corriere della sera erzählte.

Chailly, der Mailänder Dirigent

Der in Mailand geborene Chailly erhielt seine musikalische Grundausbildung von seinem Vater, dem Komponisten Luciano Chailly und studierte am örtlichen Konservatorium. Im Alter von 21 Jahren wurde er Assistent von Claudio Abbado und zweiter Dirigent an der Mailänder Scala. Er dirigierte in den 70er-Jahren regelmäßig in Chicago und San Francisco und wurde 1988 Chefdirigent des Concertgebouw Orchestra in Amsterdam. Ab 2005 war er Chefdirigent des Gewandhausorchesters Leipzig, gab das Amt des Gewandhauskapellmeisters 2016 aber vorzeitig auf. Seit 2015 ist er Chefdirigent der Mailänder Scala.

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