Ruhm und Ehre Camilla Nylund wird Kammersängerin in Wien

Der Titel ist weder mit Geld noch Pension verbunden. Montserrat Caballé war es, Elina Garanča wurde es 2013 und Anna Netrebko 2017. Österreichische Kammersängerin ist ein Ehrentitel, mit dem die bisherige künstlerische Arbeit ausgezeichnet wird.

Die finnische Sopranistin Camilly Nylund (50) wird nun auch österreichische Kammersängerin. Der Ehrentitel wird ihr am Donnerstag, 6. Juni, im Anschluss an die Vorstellung von "Die Frau ohne Schatten" in der Wiener Staatsoper verliehen. Das gab das Opernhaus am Dienstag, 4. Juni, bekannt. Die seit ihrem Debüt 2005 als Salome der Wiener Staatsoper eng verbundene Sängerin wird an diesem Abend als Kaiserin in der Neuproduktion der Strauss-Oper zu erleben sein - ihre 15. Partie in gut 90 Vorstellungen an der Staatsoper.

Für die in Dresden lebende Sängerin ist dies bereits der zweite Kammersängerinnen-Titel: 2008 wurde sie in Dresden zur sächsischen Kammersängerin ernannt. Nylund gehörte von 1999 bis 2002 zum Ensemble der Semperoper in Dresden. Sie tritt dort ebenso weiterhin als regelmäßiger Gast auf wie auch an den Opernhäusern von Zürich, Paris, Berlin, Tokio, Helsinki, Barcelona, Bayreuth, London und Mailand. 2013 erhielt sie den Schwedischen Kulturpreis und die Pro Finlandia Medaille.

Wagner als Schwerpunkt

Nylund studierte zunächst Gesang in Turku am dortigen Konservatorium bevor sie ans Salzburger Mozarteum wechselte. Als lyrisch-dramatischer Sopran wird man sie in den kommenden Monaten auch als Kaiserin an der Berliner Staatsoper, als Sieglinde in Wagners Walküre in Budapest, als Eva in den Meistersängern bei den Bayreuther Festspielen und als Senta im Fliegenden Holländer an der Bayerischen Staatsoper hören.

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