Ausgezeichnet Busoni-Kompositionspreis für Hanna Eimermacher

Der Busoni-Kompositionspreis wurde 1988 von dem Komponisten Aribert Reimann gestiftet und wird im Abstand von zwei bis drei Jahren an junge, in der Öffentlichkeit noch nicht bekannte KomponistInnen vergeben.

Den Busoni-Kompositionspreis 2019 erhält die in Frankfurt lebende Komponistin Hanna Eimermacher. Der Förderpreis wurde dem in Karlsruhe studierenden Armenier Hovik Sardaryan zugesprochen, wie die Berliner Akademie der Künste am Dienstag, 13. August, mitteilte.

"Plastisch-körperhafte Klänge"

Die Jury würdigte Hanna Eimermacher für ihre Musik, die "durch Momente der Asynchronizität von Auge und Ohr, durch plastisch-körperhafte Klänge und räumliche Beweglichkeit, eine lebendige, anders nicht erfahrbare Realität zu erzeugen vermag." Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, der Förderpreis mit 2.500 Euro.

Hanna Eimermacher (Foto: SWR, SWR - Friederike Kenneweg)
2017 war Eimermacher mit ihrem Werk "CUT" bei den Donaueschinger Musiktagen vertreten. SWR - Friederike Kenneweg

Hanna Eimermacher ist 1981 in Duisburg geboren. Sie studierte bei Beat Furrer, Pierluigi Billone, Charlotte Seither, Mark Andre, Georges Aperghis, David Felder und Younghi Pagh-Paan. Sie war als International Research Scholar an der Universität von Buffalo/New York State für ein Jahr zu Gast. Dort unterrichtete sie 2016 als Dozentin beim June in Buffalo Festival. Ihre Werke werden international aufgeführt. Aufführungsorte waren u. a. die Donaueschinger Musiktage, Acht Brücken Ɩ Musik für Köln Festival, MaerzMusik, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, La Scala Paris. Hanna Eimermacher erhielt Aufenthaltsstipendien der Villa Massimo, Rom, Villa Concordia in Bamberg und den Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis.

Hanna Eimermacher bei den Donaueschinger Musiktagen 2017

Dauer

Die Preisträger werden durch eine Mitglieder-Jury bestimmt. Die Auswahl trifft eine Jury aus Mitgliedern der Sektion Musik. Sie erfolgt auf der Grundlage von Empfehlungen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Die letzten Preisträger waren 2017 Benjamin Scheuer und Óscar Escudero (Förderpreis).

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