Ruhm und Ehre Bundesverdienstkreuz für Dirigent Karl-Heinz Steffens

2018 verließ Steffens nach neun erfolgreichen Jahren als Chefdirigent und Generalmusikdirektor die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Gewürdigt wurde er in Berlin nun aber für sein Engagement in der bayerischen Provinz.

In Berlin wurde gestern, am 17. Juni, dem Klarinettisten und Dirigent Karl-Heinz Steffens (57) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Berlins Staatssekretär für Kultur, Torsten Wöhlert, überreichte dem designierten Musikdirektor der Staatsoper Prag den Orden in Anerkennung seiner kulturellen Verdienste. Er bezeichnete dies als "eine angemessene Würdigung sowohl der künstlerischen Leistungen" als auch seines bürgerschaftlichen Engagements im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg, wie die Berliner Senatsverwaltung mitteilte.

Seit 2002 ist Steffens künstlerischer Leiter des Friedberger Musiksommers, bei dem er auch selbst als Dirigent und Solist auftritt. Das Festival im bayerischen Schwaben wurde von ihm und den Bürgern der Stadt ins Leben gerufen und finde nur Dank seines Engagements und seiner künstlerischen Kompetenz statt, wie es in der Begründung für seine Auszeichnung heißt.
Von 2009 bis 2018 war Steffens Chefdirigent der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und war in dieser Zeit mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit einem Echo-Klassik und dem Preis der Deutschen Musikverleger für das beste Konzertprogramm.

Professor für Klarinette in Berlin

Steffens war vor seiner Tätigkeit als Dirigent Solo-Klarinettist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und der Berliner Philharmoniker. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent hat er sich insbesondere für die musikalische Nachwuchsförderung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover als auch an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin eingesetzt. Dort wurde er 2001 auch zum Professor für Klarinette ernannt.

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