Briefe von Clara Schumann in Stromberg (Hunsrück) entdeckt Rettung aus dem Altpapier

Die Musikwelt feiert in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen den 200. Geburtstag von Clara Schumann. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr hat im rheinland-pfälzischen Stromberg eine Heimatforscherin zwei Briefe von ihr entdeckt - am Straßenrand.

100-DM-Banknote mit Clara Schumann in Form eines Handtuches an der Wäscheleine (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Patrick Pleul)
Clara Schumann findet sich in ihrem Jubiläumsjahr überall. Früher auch auf dem 100-DM-Schein picture-alliance / Reportdienste - Patrick Pleul

In Stromberg im Hunsrück sind zwei der Pianistin und Komponistin Clara Schumann (1819-1896) zugeschriebene Briefe entdeckt worden. Die beiden kurzen handschriftlichen Briefe aus den Jahren 1881 und 1883 hatte die ehrenamtliche Leiterin des Heimatmuseums, Marianne Wilbert, kürzlich bei einem Spaziergang entdeckt, wie die "Allgemeine Zeitung" (AZ) aus Mainz am Mittwoch, 6. Februar, berichtet. Die Briefe richteten sich an den Vater einer Klavierschülerin Schumanns, darin finden sich die Zeilen: "Euer Wohlgeboren wird es freuen zu hören, dass Ihre Tochter recht nett gespielt hat.“

Briefe, Skizzen und Aquarelle

Wilbert hatte zunächst alte Papiere und Noten im Altpapier am Straßenrand entdeckt. Die Stapel hätten vor dem Haus eines älteren Ehepaars gelegen, das beim Ausmisten gewesen sei. Als sie bei dem Paar klingelte, habe ihr die Frau mehrere alte Papiere und Dokumente sowie die beiden Briefe gegeben. Die Eheleute seien Nachfahren der Familie Mecking, aus der die einstige klavierspielende Tochter stammte. Wilbert habe zwischen den Noten auch noch einige Bleistiftskizzen und Aquarelle gefunden, berichtete die "AZ". Die Skizzen stellen eine junge Frau beim Klavierspiel dar.

"Ich gehe wirklich davon aus, dass die Briefe echt sind", sagte die Heimatforscherin der Deutschen Presse-Agentur. Eine wissenschaftliche Bestätigung gebe es dafür jedoch noch nicht. Eine Kopie des älteren Briefs hänge jedoch schon seit Jahren im Stromberger Heimatmuseum. Die beiden Originalbriefe sollen dort nun einen Ehrenplatz erhalten.

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