Berliner Personalien Daniel Barenboim jetzt Ehrendirigent der Berliner Philharmoniker

Auch die Dirigenten Zubin Mehta, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt und Mariss Jansons sind eng mit den Berliner Philharmonikern verbunden. Sie alle wurden aber nur zu Ehrenmitgliedern der Berliner Philharmoniker ernannt.

Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatskapelle Berlin und der Berliner Staatsoper (Foto: SWR, picture-alliance / Reportdienste - Annette Riedl)
Barenboims Erfolgsgeschichte in Berlin geht nicht nur als Ehrendirigent weiter. Am 4. Juni verließ er gut gelaunt eine Pressekonferenz in der Berliner Staatsoper, als bekannt wurde, dass sein Vertrag dort um fünf Jahre verlängert wird. picture-alliance / Reportdienste - Annette Riedl

Die Berliner Philharmoniker haben Daniel Barenboim (76) zu ihrem Ehrendirigenten ernannt. Fünfzig Jahre nach seinem Debüt bei den Philharmonikern am 14. Juni 1969 will das Orchester damit ein Zeichen der Verbundenheit setzen. Barenboim sei der Gastdirigent, der dem Orchester am engsten verbunden sei, und der erste Dirigent, dem diese Ehrung zuteil werde, teilte das Orchester am Freitag, 7. Juni, mit. Die Berliner feiern das 50-jährige Jubiläum mit Barenboim diese Woche mit drei Konzerten mit ihm und dem Programm, das auch vor 50 Jahren zu hören war.

Zu den unvergesslichen Erlebnissen mit Barenboim gehörten das spontane Konzert zum Mauerfall am 12. November 1989 und die Israel-Tournee im Frühjahr 1990. Der Dirigent sei nicht nur ein großer Musiker, sondern auch ein „wunderbarer Weggefährte und Freund“, sagte Orchestervorstand Knut Weber. Inklusive der drei Aufführungen in dieser Woche habe Barenboim in den vergangenen 50 Jahren 229 Konzerte mit den Philharmonikern aufgeführt, darunter 49 auf Reisen.

Chefdirigent auf Lebenszeit bei der Berliner Staatskapelle

Am Dienstag, 4. Juni, hatte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) die Vertragsverlängerung für Barenboim als Generalmusikdirektor (GMD) der Berliner Staatsoper Unter den Linden bis 2027 bekanntgegeben. Barenboim ist seit 1992 künstlerischer Leiter und GMD an der Staatsoper, von deren Staatskapelle er bereits zum Chefdirigenten auf Lebenszeit ernannt wurde. Zuletzt hatten ihm rund ein Dutzend Orchestermusiker einen autoritären Führungsstil vorgeworfen. Darin sah Barenboim den Versuch, sein Bleiben in Berlin zu verhindern.

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