Ruhm und Ehre Barbican Quartet gewinnt Joseph Joachim Wettbewerb

Der Weimarer Wettbewerb ist nach dem Geiger, Dirigenten und Komponisten Joseph Joachim benannt. Zur Teilnahme aufgerufen waren die Gattungen Streichtrio und -quartett, Klaviertrio und Klavierquartett.

Der 8. internationale Joseph Joachim Kammermusikwettbewerb in Weimar ist entschieden. Der mit 10.000 Euro dotierte 1. Preis geht an das britische Barbican Quartet, wie der Veranstalter, die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, mitteilte. Den 2. Preis in Höhe von 5.000 Euro erspielte sich das Marmen Quartet, ebenfalls aus Großbritannien, das seit 2013 gemeinsam musiziert. Den mit 2.500 Euro dotierten 3. Preis gewinnt das spanische Cosmos Quartet.

Das Barbican Quartet, das regelmäßig in ganz Europa auftritt, gründete sich 2014 an der Londoner Guildhall School of Music and Drama. Es besteht aus Amarins Wierdsma und Tim Crawford (Violine), Christoph Slenczka (Viola) und Yoanna Prodanova (Violoncello). Das Quartett studiert derzeit bei Günter Pichler an der Madrider Reina Sofia String Quartet Academy und erhält zusätzlich Unterricht von Mitgliedern des Belcea Quartet. 2018 gewann es den Saint Martin in the Fields Chamber Music Competition.

Juryurteile sind auch persönliche Urteile

Beim nur alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb nahmen dieses Jahr 19 Klaviertrios, Streichtrios und Streichquartette aus der ganzen Welt teil. Der Vorsitz der 6-köpfigen internationalen Fachjury lag bei der Weimarer Violinprofessorin Anne-Kathrin Lindig. Für das Urteil der Jury waren die Abstimmung und das Harmonieren der Ensemblemitglieder sowie schlüssige Interpretationen der Werke von großer Wichtigkeit. Aber „natürlich gibt es neben diesen Kriterien auch eine persönliche Komponente der Jury-Mitglieder", so die Juryvorsitzende.

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