Ausgezeichnet Heinrich-Schütz-Preis für Roger Norrington

Bereits während seiner College-Zeit entdeckte Roger Norrington seine besondere Liebe zu Heinrich Schütz. 1962 wurde er Initiator und Leiter des Londoner Schütz-Chores. Nun wird er für dieses Engagement geehrt.

Der britische Dirigent Sir Roger Norrington (85) erhält den Heinrich-Schütz-Preis 2019. Er werde für seine Verdienste um die Pflege und Verbreitung der Musik von Heinrich Schütz geehrt, teilten die Organisatoren des mitteldeutschen Heinrich Schütz Musikfestes am Donnerstag, 19. September, in Dresden mit. Norrington hatte 1962 den Schütz Choir of London gegründet. Er sei "einer der wichtigsten Pioniere der historisch-informierten Aufführungspraxis".

Roger Norrington (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Jurica Galoic/PIXSELL)
Sir Roger Norrington - von 1998 bis 2011 Chefdirigent des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart. In Verbindung mit der historisch informierten Aufführungspraxis fand er mit dem Orchester zum "Stuttgart Sound". Jurica Galoic/PIXSELL


Der jährlich zu vergebende Ehrenpreis des Heinrich Schütz Musikfestes ist undotiert. Die Übergabe ist für den 13. Oktober in Dresden vorgesehen. Erstmalig wurde die Auszeichnung 2018 an den Dirigenten Hans-Christoph Rademann verliehen. Mit dem Preis werden herausragende künstlerische wie wissenschaftliche Leistungen in der Vermittlung der Musik von Heinrich Schütz und seiner Zeit geehrt.

2022 ist Schütz-Jahr

Das 1998 gegründete Heinrich Schütz Musikfest findet jährlich an den wichtigsten Lebensstationen des Barockkomponisten Heinrich Schütz (1585-1672) in Weißenfels, Zeitz, Bad Köstritz, Gera und Dresden statt. Schütz gilt als „Vater der deutschen Musik". Er wurde 1617 zum Hofkapellmeister in Dresden berufen und übte dieses Amt bis kurz vor seinem Tode 1672 aus. Im Jahr 2022 wird mit zahlreichen Veranstaltungen an den 350. Todestag von Heinrich Schütz erinnert.

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