Ausgezeichnet Hamburg würdigt Dirigent Christoph von Dohnányi mit Brahms-Medaille

Dohnányi ist mit 90 Jahren immer noch Gestalter des Hamburger Musiklebens. Laut Senatsbeschluss der Freien und Hansestadt Hamburg wird er "für seine großen Verdienste" um dieses nun ausgezeichnet.

Christoph von Dohnányi (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Robert Newald)
Auch immer noch am Pult aktiv: Christoph von Dohnányi, Jg. 1929 Robert Newald

Der Dirigent und ehemalige Intendant Christoph von Dohnányi wird mit der Johannes-Brahms-Medaille der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wird dem 90-Jährigen die Auszeichnung am Montag, 13. Januar, im Rathaus der Hansestadt überreichen, wie die Senatskanzlei am Donnerstag, 9. Januar, mitteilte.

Mit der 1928 gestifteten Medaille ehrt die Hansestadt Personen, die hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Musik vollbracht haben. Die Auszeichnung wurde bisher 67 mal verliehen - dabei viermal an Frauen.

Nächster Auftritt Elbphilharmonie

Dohnányi war von 1977 bis 1984 Intendant und Chefdirigent der Hamburgischen Staatsoper und Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Von 2004 bis 2010 war er Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters, das heutige NDR Elbphilharmonie Orchester. Am 18. Januar dirigiert er in Hamburg sein nächstes Konzert mit diesem Orchester - in der ausverkauften Elbphilharmonie und mit Ligeti, Ives und Tschaikowsky auf dem Programm.
Dohnányi ist Sohn des NS-Widerstandskämpfers Hans von Dohnányi, Vater des Schauspielers Justus von Dohnányi und Bruder des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Klaus von Dohnányi (SPD).

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