Ausgezeichnet! Großer Österreichischer Staatspreis für Thomas Larcher

Von Kritik und Publikum hochgelobt war die Uraufführung seiner Oper "Das Jagdgewehr" bei den Bregenzer Festspielen 2018. Nun erfährt Komponist Larcher abermals Anerkennung.

Der Tiroler Komponist und Pianist Thomas Larcher (59) wird mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Zur Begründung nennt Österreichs Kulturminister Alexander Schallenberg (parteilos) Larcher einen „Grenzgänger der Musik, der eine spezifisch eigene Klangfarbe entwickelt hat“.

Der mit 30.000 € dotierte Große Österreichische Staatspreis ist die höchste Kulturauszeichnung Österreichs. Die Verleihung findet am 10. Oktober statt.

Thomas Larcher (Foto: Richard Haughton)
Staatspreisträger Thomas Larcher - auch Gründer und langjähriger Leiter des Tiroler Festivals „Klangspuren“ in Schwaz Richard Haughton

"Seine Musik bewegt sich auf gefährlichen Routen zwischen gesicherter und ungesicherter Tonalität bis hin zu rein geräuschhaften Flächen. Larcher hat seine eigene Klangwelt und Handschrift entwickelt. Er lässt sich keinerlei gängigen Trends unterordnen. Sein Umgang mit den vielfältigen Möglichkeiten eines großen Orchesters ist virtuos.“

(Aus der Preisbegründung)

Larcher erhält mit dem Staatspreis innerhalb kurzer Zeit den dritten bedeutenden internationalen Preis nach dem Prix de Composition Musicale in Monaco 2018 und dem Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien 2018. Thomas Larcher gilt als eine der interessantesten Stimmen unter den zeitgenössischen Komponisten. Werkaufträge erhielt er in den letzten Jahren u.a. vom Gewandhaus Leipzig, Lucerne Festival, dem Southbank Centre London, der Wigmore Hall London, der BBC und den BBC Proms.

Letzter Preisträger für Musik: Beat Furrer

Der Preis wird einmal jährlich jährlich an eine/n Künstler/in für hervorragende Leistungen verliehen. Er wurde 1950 geschaffen und wird auf Vorschlag des Österreichischen Kultursenats ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst und Architektur für ein künstlerisches Lebenswerk vergeben. Zu den bisherigen PreisträgerInnen der Sparte Musik zählen Georg Friedrich Haas, Ernst Krenek, György Ligeti, Olga Neuwirth und zuletzt Beat Furrer im Jahr 2014.

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