2000 Kulturinstitutionen bilden Bündnis gegen Rechts Baden-Württemberg jetzt auch dabei

Zahlreiche Kulturinstitutionen bildeten unter dem Motto "Mit Glanz gegen Angst" ein Bündnis gegen Rechts, ausgehend von einer "Erklärung der Vielen". Ihr Motto: Kunst für Demokratie. Jetzt sind auch Baden-Württembergische Institutionen mit dabei.

Berliner "Erklärung der Vielen", Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palas (Foto: SWR, picture-alliance / dpa - Christoph Soeder)
"Ab heute sind wir nicht mehr allein auf weiter Flur. Ab heute sind wir viele." (Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast, bei der Pressekonferenz zur "Berliner Erklärung der Vielen". Schmidt hatte im vergangenen Jahr nach seinem Eintreten picture-alliance / dpa - Christoph Soeder

Gut 2000 Kulturinstitutionen aus fast allen Bundesländern haben sich mittlerweile zu einem Bündnis gegen Rechts zusammengeschlossen. Darin verpflichten sich die Einrichtungen zum Engagement gegen Nationalismus und Intoleranz und für die Freiheit der Kunst. Nachdem in Berlin, Hamburg und Dresden am geschichtsträchtigen 9. November die "Erklärung der Vielen" vorgestellt wurde, haben sich am Freitag, 1. Februar, auch mehr als 100 Personen und Kulturinstitutionen aus Baden-Württemberg mit der "Baden-Württemberger Erklärung" und der "Mannheimer Erklärung" den Zielen der Vielen verpflichtet. Auch in Bayern und anderen Bundesländern schlossen sich an diesem Tag hunderte Einrichtungen und freie Künstler der Erklärung an.

Bundesweiter Aktionstag am 19. Mai geplant

Der Anstoß zu der Kampagne kam von dem 2017 gegründeten Verein Die Vielen, der von der Stiftung des Fotografen Wolfgang Tillmans unterstützt wird. Gemeinsames Symbol ist eine gold-glitzernde Rettungsdecke, die von allen als Erkennungszeichen genutzt werden soll. Nach lokalen und selbstorganisierten Veranstaltungen in ganz Deutschland sind für den 19. Mai 2019 bundesweit "Glänzende Demonstrationen" für ein "Europa der Vielen" geplant.

In Baden-Württemberg beteiligen sich neben den großen Einrichtungen wie dem Badischen Staatstheater Karlsruhe und dem Mannheimer Nationaltheater auch kleine Einrichtungen und Kunstschaffende aus dem ganzen Land. Auch sie verstehen die Erklärung als ein klares Statement gegen Rassismus und Ausgrenzung und für die Vielfalt und die Freiheit der Kunst.

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