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„… die Habseligkeiten der Toten“

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Tehila Nini Goldstein (Sopran)
Jascha Nemtsov (Klavier)
Hans Heller:
Comtemples, mon âme (1938) aus Les Aveugles für Bariton und Orchester, bearbeitet für Sopran und Klavier
Schlafen, schlafen (1938) für Singstimme und Klavier
Vom kleinen Alltag op. 8 Nr. 4 (1930) für Singstimme und Klavier
Scherzi (1926) für Klavier

Als der Thüringer Hans Heller 1930 einen Text von Anton Wildgans vertont, ahnt er nicht, wie prophetisch die Worte für sein eigenes Leben stehen würden: "Nichts ist so rührend wie die Habseligkeiten der Toten". Der 1898 geborene deutsch-jüdische Komponist gehört damals zum Berliner Kreis um Hans Schreker. 1939 flieht er nach Frankreich wird interniert, wandert in die USA aus und kehrt in den 1950er-Jahren nach Deutschland zurück, wo sein Schaffen jedoch kaum beachtet wird. Erst jetzt sorgt der Pianist und Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov für die späte Entdeckung.

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