Nachruf

Zum Tod des Jazz-Flügelhornisten Ack van Rooyen

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Am 18. November ist der niederländische Jazzmusiker Ack van Rooyen im Alter von 91 Jahren gestorben. Mit seinem Flügelhorn hat er sich zum führenden Interpreten auf diesem Instrument entwickelt und die musikalischen Großformationen des Modern Jazz mitgeprägt. Auch verband ihn eine enge Beziehung zu Stuttgart, wo er seit 1967 eine neue Wahlheimat fand. Er musizierte dort unter anderem mit Wolfgang Dauner und der SWR Big Band.

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Ack van Rooyen wurde am Neujahrstag 1930 in Den Haag geboren. 18-jährig hörte er den Bebop-Trompeter Dizzy Gillespie in Paris. Sein Berufswunsch stand damals schon fest: Er wollte Jazzmusiker werden.

Paris, Berlin, Stuttgart

Sein erstes längeres Engagement brachte ihn 1957 nach Paris. Drei Jahre spielte Ack im Orchester des Sängers und Trompeters Aimé Barelli. Dort wurde ihm eine Festanstellung in einem Klangkörper des SFB angeboten, dem Sender Freies Berlin. Der Trompeter sagte zu und zog von der Seine an die Spree.

1967 hatte der Trompeter Berlin verlassen und in Stuttgart eine neue Wahlheimat gefunden. Neben der täglichen Arbeit im Tanzorchester des SDR spielte er mit der Radio Jazz Group Stuttgart um Wolfgang Dauner und wird Gründungsmitglied des United Jazz and Rock Ensemble.

Ack Van Rooyen mit der SWR Big Band

Rückkehr in die Niederlande

1980 kehrte der Trompeter in die Niederlande zurück. Er präsentierte sich mit eigenen Gruppen – der Big Band Skymasters oder im Duo mit dem einstigen Pianisten der SWR Big Band, Jörg Reiter.

Selbst mit über 90 Jahren trat Ack van Rooyen noch auf. Mit ihm verstarb ein in den europäischen Big Bands und in den Klangkörperm der ARD über Jahrzehnte präsenter Musiker. Mit seinen eleganten und perlenden Improvisationen und seinem warmen, weichen und lyrischen Ton wurde er zum führenden Flügelhornisten Europas.

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