Jazz

Uralte italienische Volksmusik neu interpretiert: „Le Tre Sorelle" von Alla Boara

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AUTOR/IN
Georg Waßmuth

Die Suche nach den kulturellen Wurzeln ist auch immer wieder ein Thema für Jazzmusiker. So begab sich der US-amerikanische Schlagzeuger Anthony Taddeo auf musikalische Spurensuche in Italien, denn von dort stammt seine Familie.

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Italiens uralte Volksmusik faszinierte ihn vom ersten Takt an. Er studierte die Quellen, gründete ein Ensemble und arrangierte ausgewählte Lieder neu.

Herausgekommen ist „Le Tre Sorelle“ („Shifting Paradigm Records“) von Anthony Taddeo und seinem handverlesenen Quintett Alla Boara: ein rundum gelungenes Konzeptalbum, das alte Volkslieder mit Spielfreude in eine zeitgenössische Klangsprache übersetzt – meint unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.

Le Tre Sorelle von Alla Boara Trio

Jazz Piano Solo von Micah Thomas

Der 25-jährige Micah Thomas gehört aktuell zu den ausdrucksstärksten und einflussreichsten Pianisten New Yorks und zu den ganz großen Talenten seiner Generation. Davon konnte man sich auch ein Bild machen, als Thomas zusammen mit ausgewählten Musikern im November eingeladen war für das das SWR NEWJazz-Meeting. Geboren wurde Thomas in Columbus, der Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Ohio und bereits als Zweijähriger konnte er fehlerfrei Melodien am Klavier nachspielen. Sein Talent wurde umsichtig gefördert und 2020 machte Thomas mit Bravour an der arrivierten Juilliard School in New York seinen Master. Wie faszinierend und vielfältig das Klavierspiel von Micah Thomas ist, das zeigt auch seine aktuelle Neuveröffentlichung „Piano Solo“ - unsere CD der Woche.

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Vor einigen Jahren hat der international bekannte Gitarrist Kurt Rosenwinkel Berlin zu seiner Wahlheimat erklärt und dort das kleine, unabhängige Label Heartcore Records gegründet. Dort produzierten Lucia Cadotsch und Wanja Slavin ihre neue CD mit dem Titel "Lily of the Nile" mit einem eigens geformten großen Ensemble.

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Jazz Faszinierendes Konzert von 1978: „Searching in Grenoble" mit Mal Waldron

Ein bislang unveröffentlichter Mitschnitt eines Auftritts des legendären Jazzpianisten Mal Waldron aus dem Jahr 1978 ist gerade beim Label Tompkins Square erschienen. Darauf finden sich Jazzstandards sowie klassische Waldron-Kompositionen. Eine Fundgrube nicht nur für Waldron-Fans - vor allem aber die beeindruckende Wiederentdeckung eines grandiosen Pianisten, meint unser Jazzkritiker Johannes Kaiser.

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