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Von Hans-Jürgen Schaal

Lange war Albert Mangelsdorff (1928 - 2005) im In- und Ausland der bekannteste und meistgeschätzte Jazzmusiker Deutschlands. Gleich nach dem Krieg hatte er begonnen, Jazz-Posaune zu spielen, und geriet stilistisch bald unter den Einfluss der kühlen Tristano-Schule. Schon 1962 zählte ihn kein Geringerer als John Lewis (Modern Jazz Quartet) zu den drei besten Posaunisten des Jazz. Immer offen für neue Entwicklungen, erkundete Albert Mangelsdorff später die Welt des Free Jazz ebenso wie die des Jazz Rock. Bis zuletzt war "unser Albert" eine wichtige Symbolfigur der europäischen Jazz-Emanzipation.

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