SWR2 MusikGlobal

Tamburi Mundi Festival 2021 – SpiRitual

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Am Mikrofon: Anette Sidhu-Ingenhoff


Vier Musiker*Innen mit Wurzeln in Algerien, den Komoren, Senegal und der Türkei nehmen das Publikum mit auf eine rhythmische Entdeckungsreise.
Nawal Mlanao wurde auf den Komoren, einem Inselstaat im Indischen Ozean geboren. Musik und Spiritualität gehören für sie seit jeher eng zusammen. Viele Melodien ihrer Lieder stammen aus dem islamisch-arabischen Raum und berufen sich zudem auf die polyphonen Rhythmen der afrikanischen Bantu sowie die Trance-Tradition der Sufis. Aber auch Einflüsse aus ihrer neuen Heimat Frankreich haben Spuren hinterlassen. Die meisten zwischen Tradition und urbaner Gegenwart changierenden Stücke singt Nawal in der komorischen Sprache Shikomor.
Der senegalesische Sänger und Multiinstrumentalist Pape Dieye schreibt eigene lyrische Texte beeinflusst vom „Spirit“ senegalesischer Musik. Er interpretiert diese Lieder eingebettet in das vielschichtige Klangspektrum seiner traditionellen senegalesischen Instrumente.
Hadji Ahmed Abdelabi schöpft aus der Musiktradition seiner Heimat Algerien und einer Fusion aus traditioneller Sufi-Musik, arabischer Musik und Rhythmen Nordafrikas. Als Oud-Spieler und Sänger präsentiert er traditionelle Stücke mit poetisch-spirituellen Texten.
Worldpercussionist Murat Coşkun sucht die Kraft in Rhythmen unterschiedlicher Kulturen. Neben rituellen Rhythmen aus der Türkei taucht er ein in die schamanistische Tradition Koreas, in traditionelle Rhythmen aus dem Sudan und Sufi-Rhythmen aus dem Iran.
Trommeln, Melodien und Gesang gehen an diesem Abend ganz eigene Wege und finden sich auf mannigfaltige Weise.

Traditional, Pape Dieye:
Woode, "Muschel-Ruf"
Murat Coşkun (Rahmentrommel)
Pape Dieye (Guimbarde)

Traditional, Hadji Ahmad Abdelabi:
Ni dunya deme tey
Duo für Flöte und Stimme

Traditional:
Gumbarde (mit Maultrommel)
Pape Dieye (Guimbarde, Kesse-kesse, Ngoni)
Hadji Ahmad Abdelabi (Oud und Gesang)

Traditional:
Shawq Allah Allah für Oud und Gesang
Hadji Ahmad Abdelabi

Traditional, Pape Dieye:
Disso für Kalebasselaute, Trommel, Hanq und Gesang
Pape Dieye

Traditional, Nawal Mlanao:
Tabasa / Sin Muhamad. Melodie der Tarab-Orchester von den Komoren
Nawal Mlanao (Percussion und Gesang)

Traditional:
Henna Nacht in der Türkei aus: Hochzeitsmelodien
Murat Coşkun (Rahmentrommel, Gesang)
Pape Dieye (Guimbarde, Kesse-Kesse, Ngoni)
Hadji Ahmad Abdelabi (Oud, Gesang, Rahmentrommel)

Traditional:
Henna Nacht in Algerien
Murat Coşkun (Rahmentrommel, Gesang)
Pape Dieye (Guimbarde, Kesse-Kesse, Ngoni)
Hadji Ahmad Abdelabi (Oud, Gesang, Rahmentrommel)

Traditional:
Prière de Nuit für Guimbra, Oud, Rahmentrommel und Percussion
Nawal Mlanao, Hadji Ahmad Abdelabi, Murat Coşkun, Pape Dieye

Interpret*innen:
Nawal Mlanao (Gesang, Gambusi, Gitarre, Daf)
Pape Dieye (Guimbarde, Kesse-Kesse, Ngoni)
Hadji Ahmed Abdelabi (Oud, Gesang, Rahmentrommeln)
Murat Coskun (Rahmentrommeln, Gesang)

Aufnahme vom Konzert vom 5. August in Freiburg

Gespräch Meister der Rahmentrommel – der Perkussionist Murat Coşkun

Murat Coşkun sieht sich als Vermittler zwischen den Musiktraditionen des Orients und des Okzidents. Die Leidenschaft für sein Instrument, die Rahmentrommel, gibt er auch als Dozent im In- und Ausland weiter.  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

Meine kleinen Schätze – Geschichten von Migration Murat Coşkun: Brettspiel „Tavla” und Percussionsinstrument „Hang”

Der Perkussionist Murat Coşkun wurde 1972 in Ulm geboren, seine Eltern kommen aus der Türkei. Seit seinem Studium lebt er in Freiburg, wo er auch das Festival für Rahmentrommeln „Tamburi Mundi” gründete. Coşkun engagiert sich in Stilrichtungen wie Weltmusik, Klassik, Alte Musik, Jazz und Neue Musik. Das „Hang” – ein neu entwickeltes Percussionsinstrument, steht für das Neue in der Musik, das Brettspiel „Tavla” für seine türkische Herkunft.    mehr...

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