Musik

„Songs of Gastarbeiter“: Eine musikalische Reise durch 60 Jahre Einwanderung

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Auch wenn Weihnachten gerade vorbei ist – einen CD-Tipp hätten wir noch: Am 14.1.2022 ist das Album „Songs of Gastarbeiter, Volume 2“ erschienen. Eine musikalische Zeitreise zurück in die 1960er- und 1970er-Jahre, als die erste Generation der Einwanderer – damals Gastarbeiter genannt – nach Deutschland kam. Klar, zum Arbeiten. Aber was kaum einer weiß: Sie brachten auch ihre Musik mit, komponierten und sangen. Ein Kapitel deutscher Musikgeschichte, das lange Zeit ignoriert wurde.

„Es ist relativ politisch, aber es ist nicht nur Politik. Es sind nicht nur Arbeiterlieder, es gibt auch Partysongs, es gibt Liebeslieder,  es gibt selbstironische Texte. Und auch die musikalische Bandbreite ist unglaublich divers, was man gar nicht so vermutet.“

Der Ulmer Schriftsteller Imran Ayata und der Regisseur Bülent Kullukcu haben die Lieder ihrer Eltern ausgegraben und veröffentlicht. Vor acht Jahren die erste CD, jetzt die zweite. Und so viel steht fest: Hier waren echte Musikpioniere am Werk…

Songs of Gastarbieter (Foto: SWR, SWR)
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Gespräch So klingt Vielfalt: „Songs of Gastarbeiter Vol. 2“ blickt in die Musikarchive der „Gastarbeiter-Generation“

„Unsere Absicht ist, die ganze Vielfalt der Musik der Gastarbeiter zu dokumentieren”, sagt Produzent Imran Ayata (AYKU) im Interview mit SWR2 Kultur Aktuell. Die türkische Community und ihre Musiker*innen nähmen in Deutschland eine Sonderstellung ein. Mit „Songs of Gastarbeiter Vol. 2“ legt Ayate zusammen mit seinem Kollegen Bülent Kullukcu den zweiten Teil einer Musik-Compilation vor, die Songs der „Gastarbeiter-Generation“ wieder zugänglich macht.  mehr...

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Musik Cäthe, Bayon und Elvis Costello

Chilliger Punk, „Gastarbeiter“ aus dem Osten und ein alter Bekannter mit seinem Album Nummer 32  mehr...

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Digitale Ausstellung Meine kleinen Schätze – Geschichten von Migration

Schlüsselbund und Oregano, Weinberge und türkischer Tee, Goethe und Nazim Hikmet: zwei Gegenstände, die Menschen mit ihrer Herkunft verbinden und mit ihrem Leben in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In der digitalen Ausstellung erzählen sie anhand ihrer „kleinen Schätze“ ihre Geschichte und die ihrer Eltern oder Großeltern. Viele von ihnen sind vor rund 60 Jahren im Zuge der Anwerbeabkommen aus Ländern wie Italien, Spanien und der Türkei nach Deutschland gekommen.  mehr...

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