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Esoterische Theorien oder antisemitische Verschwörungsvorwürfe hätten eine lange Tradition im Rap und im Hip-Hop, sagt der Musikjournalist Jens Balzer in SWR2. Dass Musiker wie Xavier Naidoo, Kollegah oder Sido nun auch in diesen Zeiten in ihren Songs Verschwörungstheorien verbreiteten, sei einerseits ein inszeniertes Zeichen ihrer Krassheit, aber auch ein typischer Fall von „Maskulinismus“ dieser Szene.

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Es sei das, was man auch Mansplaining nenne. Sie stellten sich so dar, als hätten sie den Durchblick und würden Fragen stellen, die sonst nicht gestellt werden würden, so Jens Balzer.

Das Ganze wäre gar nicht so schlimm, findet der Musikjournalist, wenn nicht doch immer Teile dieses Weltbildes durchsickern würden. Vor allem auf Schulhöfen würde diese Musik viel gehört, von Kindern und Jugendlichen, deren Auffassungen noch sehr formbar seien.

Dass ein Aufruf an die Verantwortung der Musiker Wirkung zeigen könnte, sieht Balzer skeptisch. Mit dem zynischen Weltbild hätten die Sänger, die oft auch als bedeutende mediale Influencer tätig seien, schon zu viel Geld verdient.

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