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Von Henry Altmann

Veronica Swift ist jung. Und schnell. Schon mit neun brachte die Sängerin ihr erstes Album heraus. Vor allem aber ist sie überaus kreativ, mit Jazz-Eltern vom Fach und mit Wynton Marsalis als Mentor. Extrem sicher in Timing und Tonhöhen, saust sie durch die irrsten Vokalkurven des Jazz. Swift swingt ohne Scham durch Standards, setzt aber auch selbst welche, wenn sie Sexismus, Fremdenfeindlichkeit und häusliche Gewalt thematisiert und swingenden Jazz dadurch vom Unterhaltungsträger wieder zur Musik mit gesellschaftspolitischer Relevanz macht.

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