Musik

Musikszene im Südwesten noch immer in Krisenstimmung

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AUTOR/IN
Natali Kurth / Marie-Christine Werner

Nach dem Corona-Lockdown ist die Krise in der Musikszene im Südwesten noch nicht überstanden. Große Namen ziehen zwar wieder viele Besucher, auch kostenlose Konzerte oder Auftritte von Coverbands sind meistens ausverkauft. Kleinere Bands, die eher experimentelle Musik spielen, haben es aber besonders schwer. Zudem seien die Honorare meistens zu niedrig und der Aufwand dafür sehr groß.

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„Wir registrieren im Moment einen Besucherrückgang von 10 bis 30 Prozent gegenüber dem, was wir 2019 erwartet hätten, und das trifft besonders die jüngeren, unbekannten Künstler. Was auf der Strecke bleibt, ist die Experimentierfreude. “

Zu wenig Honorar und kaum Chancen für Nachwuchskünstler*innen

Eine Sicherheit durch den Vorverkauf sei auch nicht mehr gegeben, so Frank Reuter von der Mainzer Band „The sun or the moon“. Viele Clubbetreiber sind sich außerdem einig, dass sich die Clubszene mehr und mehr selbst ausdünnen könnte, austauschbar und uninteressanter wird, weil Nachwuchskünstler*innen mangels Auftrittsmöglichkeiten kaum Chancen haben, Fuß zu fassen.

Kultur nach Corona „Massive Krise“: Besucherzahlen von Konzerten im Südwesten bleiben weit hinter Erwartungen zurück

Nach der Aufhebung der Corona-Beschränkungen hoffte der Kulturbetrieb auf eine schnelle Rückkehr des Publikums. Doch der Aufschwung bleibt aus. Das ergab eine Umfrage des SWR unter zahlreichen Konzertbetrieben und Kulturhäusern in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Vor allem Newcomer*innen sind betroffen.

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Natali Kurth / Marie-Christine Werner