Gespräch

Monchi von Feine Sahne Fischfilet: „Wenn ich nicht auf andere achte, achte ich auch nicht auf mich!“

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„Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Essstörung habe“, sagt Jan Gorkow alias Monchi im Interview mit SWR2. In seinem Buch „Niemals satt“ berichtet der Frontman der Band Feine Sahne Fischfilet nun über den Kampf gegen seine Zuckersucht. „Schuld daran ist sicherlich auch der exzessive Lebensstil“. Während der Pandemie hat Monchi ganze 65 Kilo abgenommen!

Zwei Männer auf einer hellbeleuchteten Bühne, man sieht sie von der Seite, sie singen jeweils in ein Mikrofon, der eine ist verschwommen im Hintergrund mit einer E-Gitarre, der andere ist kräftigt gebaut und trägt ein schwarzes, weites T-Shirt und eine lose Bermudashorts. Er hat dunkle Haare und trägt einen Bart. Sein bunt tätowiertes rechtes Bein hat er auf einen Monitorlautsprecher vor sich gestellt. (Foto: imago images, IMAGO / Christian Grube)
Die deutsche Punkrock Band Feine Sahne Fischfilet mit Jan „Monchi“ Gorkow im Vordergrund - vor seiner Gewichtsabnahme. IMAGO / Christian Grube

So ein Tourleben im Rausch bespiele solche Süchte zusätzlich, meint Monchi. Mittlerweile sei bei ihm ein Angstgefühl dazugekommen. Auf der Tour sei Essen und Trinken stets umsonst. „Und ich finde ja Essen auch geil, und das ist mein Problem“, fügt er hinzu.

Feine Sahne Fischfilet als erfolgreiche Polit-Punkband gilt als ein Sprachrohr der Linken und Bollwerk gegen Rechts. Im April 2022 gab die Band bekannt, dass sich die Bandmitglieder Christoph Sell und Jacobus North von der Band getrennt haben und nun eigene Wege gehen.

Musik Punk-Ikone und Lyrikerin: Patti Smith wird 75

„Nein, ich werde mir die ihre Haare nicht für das Album-Cover kämmen.“ Vieles, was man über Patti Smith wissen muss, steckt in diesem Satz. Auf dem Cover von 'Horses' schaut die US-amerikanische Sängerin dann auch entsprechend offensiv in die Kamera. Als sie ihr Debüt-Album 1975 veröffentlicht, ist sie schon einige Jahre als Spoken Word-Künstlerin in der New Yorker Szene unterwegs, unter anderem mit ihrem langjährigen Partner, dem Fotografen Robert Mapplethrope. Streng religiös aufgewachsen, emanzipiert sich Smith damals mit dem Lied „Gloria“ von religiösen Dogmen: „Jesus died for somebody's sins but not mine“ beginnt der Song. Dass die Sängerin später mehrmals im Vatikan auftreten wird und Papst Franziskus schätzt, irritiert da vielleicht. Das sei aber weniger ein Sinneswandel als vielmehr einfach Teil ihrer Weiterentwicklung. Ihr größter Erfolg, das zusammen mit Bruce Springsteen geschriebene „Because the Night“ liegt zwar schon einige Jahrzehnte zurück. Mit „Just Kids“, einem Buch über die Beziehung und die lebenslange Freundschaft zum 1989 verstorbenen Mapplethorpe, erlebt Smith aber 2010 noch einmal eine Art Wiederentdeckung – obwohl sie seit den 1960ern fast pausenlos als Lyrikerin, Musikerin und Fotografin produktiv war.  mehr...

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