Nachhaltigkeitsforschung

Open Air-Konzerte von Seeed als Forschungsobjekt für nachhaltiges Pop-Entertainment

STAND
Zuschauer leuchten bei dem Konzert der Band Seeed mit ihren Handy-Taschenlampen in der Wuhlheide. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Gerald Matzka)
Die Band Seeed und ihre Fans mit ihren Handy-Taschenlampen in der Wuhlheide am 9. August. Die Studie stellt dazu die Frage: Sind solche Liveshows „Teil des Problems oder Teil der Lösung im Kampf gegen die Klimakrise?" Gerald Matzka

Studiernde der Berliner Hochschule für Technik (BHT) haben die fünf Konzerte der Band Seeed in der Berliner Konzertarena Wuhlheide wissenschaftlich begleitet. Sie wollten im Rahmen eines Seminarprojektes herausfinden, wie sich Großveranstaltungen ressourcenschonend gestalten lassen. Die Studierende sind dabei Teil des Kooperationsvorhabens „Nachhaltiges Veranstalten“, an dem neben der BHT auch die Berliner Nachhaltigkeitsagentur The Changency („Unser Herz schlägt für Musik und Klimaschutz“) beteiligt ist.

„Ohne die Zwangspause hätte sich die Branche wahrscheinlich nicht die Zeit genommen, Prozesse im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte zu prüfen. Eine besondere Chance ist es, fünf ausverkaufte Konzerte am selben Ort mit derselben Band hintereinander messen und vergleichen zu können. Solche Daten existieren bislang nicht.“

Forschungsfelder Ernährung, Mobilität und Abfall

Bei den fünf ausverkauften Open Air-Konzerten vom 9. bis 14. August kamen jeweils gut 17.000 Besucherinnen und Besucher in die Berliner Konzertarena. Für jeden der fünf Konzerttage wurden dabei jeweils ein Thema in den Fokus der Wissenschaft genommen. Anhand dieser fünf Themenfelder Mobilität, Ernährung, Müll, Beschaffung und Soziale Nachhaltigkeit sollen dann „Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen im städtischen Raum" formuliert werden. Für 2023 ist auch geplant, die Ergebnisse als Teil einer Buchveröffentlichung zum Thema „Nachhaltiges Eventmanagement” der BHT zu präsentieren.

Bamberg

Klassik Klimaschonende Konzertreisen: Bamberger Symphoniker wollen innereuropäisch nur noch Zug fahren

Die Bamberger Symphoniker wollen in der kommenden Saison nach der Corona-Pandemie wieder auf Reisen gehen und beschlossen, in Zentraleuropa künftig ausschließlich mit dem Zug zu fahren.

STAND
AUTOR/IN
SWR