Musikkultur

Corona-Hilfsprogramm „Perspektive Pop“ fördert landesweit Musikprojekte mit rund zwei Millionen Euro

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Mut für neue künstlerische Ideen in der Pop-Szene

Mit dem Förderprogramm „Perspektive Pop“ unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Live-Musik-Szene im Land. Weitere rund zwei Millionen Euro an Coronahilfen gehen in der zweiten Runde an 49 Projekte von Musikschaffenden und Event-Veranstaltenden.

Baden-Württemberg habe im Bereich Pop-Musik viel zu bieten, doch die Szene habe sich von den Pandemie-Jahren noch nicht erholt, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am 23. August in Stuttgart: „Unser Programm ‚Perspektive Pop‘ soll den Aktiven in der Live-Musikszene Mut machen, neue künstlerische Impulse zu wagen. Dafür stärken wir weiterhin die Akteurinnen und Akteure sowie Locations im Land.“

49 Projekte werden gefördert

In der zweiten Ausschreibungsrunde von „Perspektive Pop“ sind 200 Projektanträge eingegangen, die von einer unabhängigen Jury begutachtet wurden. Insgesamt 49 wurden zur Förderung ausgewählt.

Die Projekte bilden die Vielfältigkeit der Popmusik ab, fördern Newcomer und erschließen neue Spielorte für das Genre. Neben der Produktion von Tonträgern und Musikvideos zielen die ausgewählten Projekte darauf, Live-Musik sowohl in den ländlich geprägten, als auch in den städtischen Raum zu bringen.

Gespräch „Von abgesagten Konzerten gibt es keine Fotos!“ – Immer noch viel zu wenig Ticketverkäufe im Kulturbereich

Bilder von ausverkauften Mega-Festivals verzerren den Blick auf die schwierige Situation: Dass die Kulturlandschaft nach Corona ein ernsthaftes Nachfrageproblem hat, wenn es um kleinere Veranstaltungen geht, sagt Fabian Schuetze vom Musikbusiness-Magazin ,,Low Budget - High Spirit“. Das gelte für Musikveranstaltungen genauso wie für Theater, Ausstellungen oder Messen.

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