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Vor 30 Jahren ist in Südafrika das Apartheidgesetz aufgehoben worden. Die „Rassentrennung“ hatte damit offiziell ein Ende. Die Befreiung, die in der Folge einsetzte, war auch in der Musik zu spüren – ganz besonders im Jazz, der während der Apartheid zu einem Medium des Widerstands geworden war.

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Zur Zeit der Apartheid war das neue Selbstbewusstsein, dass sich im Jazz ausdrückte, zugleich ein Schrei nach Freiheit und ein Bekenntnis zur Brüderlichkeit. Das Apartheidregmie reagierte rigoros darauf.

Der Schwarze Schlagzeuger Louis Moholo-Moholo spielte damals Schlagzeug bei The Blue Notes:

„Das war illegal. Es gab Konzerte, da musste ich hinter einem Vorhang spielen. Schwarze Musiker hinter einem Vorhang vor einem weißen Publikum.“

Louis Moholo-Moholo

Die Blue Notes und viele weitere Jazzmusiker*innen gingen während der Apartheid ins Ausland. Aber seit ihrem Ende konnte sich in Südafrika eine vielfältige und freie Jazzszene entwickeln und Bands in denen Schwarze und Weiße gemeinsam spielen sind heute etwas Selbstverständliches.

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