STAND
INTERVIEW
Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Wenig überzeugend findet der Popkultur-Experte Thomas Hecken den neuen Musikpreis „International Music Award“ (IMA). Bestenfalls als „durchaus ungewöhnlich“ zu bezeichnen sei das Konzept, eine Jury aus Akteuren der Popszene mit der Vergabe zu beauftragen. Die Kriterien der Auszeichnung seien aber unklar. „Die Preisverleiher schweigen sich da aus“, so Hecken.

„Es geht nicht nur um Songs, sondern auch um Sound“.

Grundsätzlich seien beim Pop Regeln schwer zu definieren. „Es kommt eher auf Originalität, Innovation, subjektive Dinge an“, sagt Hecken. Und: „Es geht nicht nur um Songs, sondern auch um Sound“.

Der Professor für Neuere Deutsche Literatur, Pop und Popkulturen an der Uni Siegen regt an, auch Kriterien wie den Einfluss von Musik und Musikern auf Frisuren, Slangs und Tänze hinzu zu nehmen. Beim IMA gehe es nach dem Skandal um die Rapper Kollegah und Farid Bang, der zum Ende des „Echo“-Preises führte auch um political correctness. Hecken meint: „Diejenigen, die aus dem Bereich des eher Linksliberalen herausfallen, die sind bei diesem Preis nicht erste Wahl“.

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